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Naturdarm

Natürliche Hülle begehrt

Datum: 17.09.2019Quelle: Naturdarm-Verband | Fotos: Colourbox.de, Grafik: Naturdarm-Verband Ort: Hamburg

Die deutschen Naturdarm-Betriebe blicken nach Angaben des Naturdarm-Verbandes zufrieden auf die Entwicklung in 2018 zurück und sind für die Zukunft optimistisch. Mega-Trends wie Nachhaltigkeit, Natürlichkeit, Originalität und die hohe Sensibilität der Verbraucher beim Thema „Verpackung“ machen Naturdarm als Wursthülle besonders attraktiv.

Auch 2018 war Deutschland die wichtigste Drehscheibe für den internationalen Handel mit Naturdärmen. Der Außenhandelsumsatz lag annähernd stabil bei 1,006 Mrd. gegenüber 1,022 Mrd. Euro im Vorjahr. Daran hatte der Import einen Anteil von 48 %. Insgesamt wurden über die deutschen Unternehmen 229.182 t Naturdarm gehandelt. Davon gingen 130.750 t in den Export, 98.432 t kamen als Import nach Deutschland. Die Importmenge an Naturdärmen lag mit 98.000 t trotz hoher Nachfrage leicht unter dem Vorjahreswert, was vor allem auf die Auflösung von Lagerbeständen zurückzuführen ist.

China bestimmt mit

NaturdarmDie EU bleibt mit einem Anteil von 55 % an der Gesamtmenge wichtigster Lieferant des deutschen Naturdarmhandels. Hier nehmen die Niederlande mit dem Transithafen Rotterdam – über den ein Großteil der aus China stammenden Ware kommt – und das für Lohnveredelung wichtige Polen die Spitzenpositionen ein. Außerhalb der EU führt China mit 25.980 t die Importstatistik mit Abstand an. Daneben gelangt auch Ware chinesischen Ursprungs nach Deutschland. „Die Erhöhung des Schlachtgewichts in der chinesischen Schweineproduktion hat sich bei uns bemerkbar gemacht – enger Schweinedarm ist knapper als in den Vorjahren“, sagt Heike Molkenthin vom Naturdarmverband. Das hat Folgen, stecken mit Bockwurst und Weißwurst begehrte Spezialitäten in diesem speziellen Darm.

China und Deutschland verbindet in Sachen Wurst und Naturdarm eine enge Handelsbeziehung, die sich auch in der Exportstatistik bemerkbar macht. Von 60.216 t Ausfuhr in Nicht-EU-Länder entfielen im Berichtsjahr 22.677 t auf China – wiederum geprägt von der Veredelung der Ware. Dazu kommt eine wachsende Begeisterung chinesischer Konsumenten für Wurst „Made in Germany“: Deutsche Handwerkliche Produkte genießen bei den zahlungsfreudigen chinesischen Kunden eine hohe Wertschätzung.

Weitere Märkte

Außerhalb der EU zählen seit Jahren neben China auch Südafrika und Brasilien zu verlässlichen Handelspartnern auf hohem Nachfrage-Niveau. Für Rinderdärme bleibt Brasilien der wichtigste Handelspartner des deutschen Naturdarmhandels, während der Iran – vor der Türkei, Ägypten und dem Libanon – Hauptlieferant für orientalische Schafsdärme ist. Dazu zählt allen voran der Saitling: zarte Naturdarm verleiht etwa Wienern oder Nürnbergern ihren Knackeffekt. Im Berichtsjahr lag Südafrika leicht unter der Vorjahresmenge, während Brasilien klar zulegte. Gerade im asiatischen Raum liegen große Wachstumschancen, bei konstant solider Nachfrage aus europäischen und nicht-europäischen Traditionsmärkten.

Imagekampagne für Wurst: Die Imageförderung von Wurst steht seit Jahren im Mittelpunkt der Aktivitäten des Naturdarm-Verbandes. Die Facebook-Seite „Bock auf Knackwurst“ mit fast 20.000 Fans und der Innovationspreis „Wurst hat Zukunft“ zählen ebenso dazu wie die Website, auf der Profis spannende Insights und Wurstfans etwa ein „Wurst it yourself“-Video finden.

Marco Theimer / Fleischnet

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