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Schwarzwaelder Schweinepest

Schweinepest goes Schwarzwald

Datum: 03.12.2019Quelle: Schutzverband der Schwarzwälder Schinkenhersteller | H+P Public Relations | Ort: Villingen-Schwenningen

Schwarzwälder Schinkenhersteller in großer Not und Sorge: Preisexplosion bei Schweinefleisch wegen Afrikanischer Schweinepest bedroht mittelständische Herstellerbetriebe.

Der Schutzverband der Schwarzwälder Schinkenhersteller meldet für seine Betriebe ein „wirtschaftlich äußerst schwieriges Geschäftsjahr 2019“. „Viele Mittelständler sehen sich in ihrer Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit akut bedroht“, heißt es in einer Pressemitteilung des Verbands. Der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in den asiatischen Märkten habe in den betroffenen Ländern einen Importboom von Schweinefleisch ausgelöst. Dies wiederum führe zu einem eklatanten, anhaltenden Rohstoffmangel auf dem deutschen Markt. Die Folge für die Betriebe sei ein ungebremster Anstieg der Rohstoffpreise um bis zu 50 Prozent. Dazu schlügen höhere Energie- und Transportkosten kräftig zu Buche.

Die vorwiegend mittelständischen Betriebe stehen laut Medieninfo zudem unter einem enormen wirtschaftlichen Druck. Denn im Lebensmittelhandel könnten die dringend notwendigen Preiserhöhungen nicht realisiert werden. „Zukunftsorientierte Investitionen in Arbeitsplätze und in betriebliche Infrastruktur sowie die Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit sind vor diesem Hintergrund nicht mehr möglich“, teilt der Verband mit Sitz in Villingen-Schwenningen mit.

Prognose: Es wird noch schlimmer

„Die Hersteller befinden sich aktuell in einer prekären Lage zwischen einem nahezu leergefegten, preisexplosiven Rohstoffmarkt und einem großen Teil des Lebensmittelhandels, der die dringend notwendigen Preisanpassungen zugunsten der Hersteller immer noch nicht vorgenommen hat. Das Fortbestehen der überwiegend mittelständisch geprägten Betriebe ist existenziell bedroht und damit auch die vielen Arbeitsplätze, die hinter den im Schwarzwald ansässigen Unternehmen sowie der Zulieferer stehen“, heißt es weiter. Branchenexperten gingen davon aus, dass die Schweinepreise angesichts der wachsenden Bedrohung durch die Afrikanische Schweinepest weiter steigen werden und die Gesamtsituation sich weiter verschärft.

Christian Blümel / Fleischnet

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