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Vion Lieferketten Bericht

Vion plant die Lieferketten von morgen

Datum: 22.04.2022Quelle: Vion Food Group | Ort: Eindhoven (NL) |

Mehrwert für die Landwirte, mehr Auswahl für die Verbraucher

Für Vion steht der Aufbau nachhaltiger Lebensmittelketten im Mittelpunkt. Die Kettenpartner, wie etwa Futtermittelhersteller, Landwirte, Spediteure, Schlachtbetriebe und Kunden, tauschen ihre Informationen untereinander aus. Dabei geht es beispielsweise um die Herkunft der Tiere, den Tierschutz, die Gesundheit, das Futter, die Lebensmittelsicherheit und die Nachhaltigkeit.

Moderne Blockchain-Technologie sorgt dafür, dass diese digitalen Informationen transparent allen Partnern zur Verfügung stehen. Dies schaffe eine gute Vertrauensbasis zwischen den Kettenpartnern und dem Verbraucher. Dieser erhalte für seine Kaufentscheidung am Point-of-Sale mehr Informationen über die Herkunft und die Qualität des Produkts.

Ronald Lotgerink, CEO von Vion: „Im vergangenen Jahr haben wir hart daran gearbeitet, gemeinsam mit unseren Partnern nachhaltige Lebensmittelketten unter dem Namen Building Balanced Chains (BBC) aufzubauen. In unserer zentralen Position zwischen Landwirten und Kunden arbeiten wir alle zusammen daran, die Konsumentenwünsche zu erfüllen. Diese gehen Hand in Hand mit den gesellschaftlichen Entwicklungen, beispielsweise in Form einer gesteigerten Nachfrage nach Biofleisch und pflanzlichen Alternativen, nach tierfreundlichen Maßnahmen in der Landwirtschaft und nach mehr Aufmerksamkeit für den Tierschutz in Schlachtbetrieben, nach Lösungen für Klimaprobleme sowie in Form von Forderungen nach mehr Biodiversität und dem Einsatz von nachhaltigem Soja in Viehfutter. Wir haben diese Entwicklungen als Schwerpunkte in unserer Strategie verankert und eine Grundlage für unser Handeln geschaffen.“

Nachhaltigkeitsziele von Vion

Vion will den CO2-Ausstoß des Unternehmens und seiner Produkte auf das Pariser Abkommen und den europäischen Green Deal abstimmen und bis spätestens 2045 gänzlich emissionsfrei arbeiten. Um das zu erreichen, hat sich das Unternehmen der Science Based Targets initiative (SBTi) angeschlossen.

Das Unternehmen plant, den absoluten Energieverbrauch in den nächsten Jahren massiv zu reduzieren und stärker auf erneuerbare Energien zu setzen. Hier seien bereits Investitionen in Millionenhöhe in Photovoltaik-Anlagen oder die Modernisierung der Wasseraufbereitung an verschiedenen Standorten geflossen. Für die Reduzierung der CO2-Emissionen in der Kette, z. B. beim Futter und der Abnahme der Tiere von den Lieferanten, werde der Konzern intensiv mit den Partnern wie Futtermittelherstellern und Landwirten zusammenarbeiten, heißt es in einer Medieninformation.

Sechs strategische Themen

Vion arbeitet nach eigenen Angaben derzeit an sechs strategischen Themen: Lebensmittelsicherheit, Tierschutz, nachhaltige Landwirtschaft und Viehzucht, Rückverfolgbarkeit und Produktintegrität, Arbeit und Beschäftigungsbedingungen sowie einer fairen Preispolitik. Als Ausgangspunkte für all diese Themen dienten Transparenz, Zusammenarbeit mit den Partnern und moderne wissenschaftliche Erkenntnisse.

In den vergangenen Jahren seien in Zusammenarbeit mit der Wageningen University & Research (WUR) und einigen landwirtschaftlichen Betrieben relevante CO2-Emissionsdaten erhoben worden. Damit berechne Vion den CO2-Fußabdruck von Fleisch, um diese Information in der Kette kommunizieren zu können.

Pflanzlicher Fleischersatz

Mit dem Konzept „ME-AT the alternative“ geht Vion den nächsten Schritt im Bereich des pflanzlichen Fleischersatzes. Statt Soja, überwiegend von außerhalb Europas importiert, verstärkt Vion den Einsatz von in den Niederlanden angebauten pflanzlichen Proteinen. Gemeinsam mit der Landwirtschaftsorganisation ZLTO, Agrifirm und Herba Ingredients leiste der Konzern damit einen Beitrag zur Umstellung auf pflanzliche Proteine aus eigenem Anbau für eine nachhaltigere Lebensmittelkette. Die ersten Produkte sind bereits im Handel erhältlich.

Seit Oktober 2021 steht Vion übrigens bei der niederländischen Transparenz-Benchmark für die Branche Lebensmittel und Getränke auf Platz 1. Die 500 größten Unternehmen in den Niederlanden nehmen an dieser Erhebung teil.

Christian Blümel / Fleischnet

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