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Fleischproduktion klimaneutral

Die klimaneutrale Fleischerei ist möglich

Datum: 12.02.2020Quelle: DFV | Colourbox.de Ort: Frankfurt am Main

Der Deutsche Fleischer-Verband (DFV) bietet für Innungsbetriebe des Fleischerhandwerks eine Beratung zur Klimaneutralität an.

Leistungen

Für die Erzeugung von Schlachttieren werden Ressourcen verbraucht. Hierbei entsteht unter anderem auch das Treibhausgas CO2. In der öffentlichen Wahrnehmung wird daher der Verzehr von Fleisch und Fleischerzeugnissen häufig als klimabelastend empfunden und öffentlich angeprangert. Es ist zu erwarten, dass sich diese Diskussion zukünftig noch verstärken wird. Diesem Trend können fleischerhandwerkliche Betriebe entgegenwirken, indem sie ihre CO2-Emissionen reduzieren, den Betrieb bzw. die Produkte klimaneutral stellen und ihre entsprechenden Aktivitäten öffentlich kommunizieren.

Energie einsparen und das Klima entlasten

Seit einigen Jahren haben die Mitgliedsbetriebe des Deutschen Fleischer-Verbands DFV die Möglichkeit, eine branchenspezifische Energieberatung in Anspruch zu nehmen. Dabei können die Betriebe nicht nur Energiekosten, sondern auch CO2 einsparen. Vor Ort werden hierzu Arbeitsabläufe, technische Einrichtungen und energieintensive Anlagen auf Einsparmöglichkeiten hin überprüft.

• Die DFV-Energieberater überprüfen die Energieabrechnungen und führen auf Wunsch Anbietervergleiche durch.
• Sie suchen Einsparpotenziale und beraten hinsichtlich organisatorischer und technischer Maßnahmen, die sofort umsetzbar und effizient sind.
• Die Ergebnisse und Verbesserungsvorschläge der Energie-Beratung werden in einem Abschlussbericht mit Fotodokumentation festgehalten.

CO2-Ausstoss feststellen und bewerten

Im zweiten Schritt wird der sogenannte CO2-Fußabdruck des Betriebes ermittelt und eine CO2-Bilanz erstellt. Auf der Grundlage der Ergebnisse der DFV-Energieberatung und des international vorgegebenen Greenhouse Gas Protocol Corporate Standards (Treibhausgasprotokoll Unternehmensstandards), werden die noch restlichen durch betriebliche Recourcen- und Rohstoffverbräuche entstehenden Emissionen CO2-äquvialent berechnet.

CO2-Emissionen verhindern und reduzieren

Nach der Berechnung kommt die wesentliche Aufgabe der Reduzierung. Ziel der Beratung ist es, den Betrieb zu sensibilisieren, auf möglichst klimaneutrale Recourcen und Rohstoffvorstufen zurückzugreifen, um die betriebliche CO2-Bilanz möglichst gering zu halten. Die Resultate werden in einem detaillierten Emissionsbericht zusammengefasst.

Betrieb und Produkte klimaneutral stellen

Für nicht vermeidbare CO2-Emissionen ist es jetzt möglich, durch den Erwerb von entsprechenden Klimazertifikaten die Klimabilanz auszugleichen. Mit dem Kauf dieser Klimazertifikate werden globale Projekte finanziert, die zukünftig eine weitestgehend CO2-freie Energieerzeugung gewährleisten. Die Projekte sind von den Vereinten Nationen (UN) bestätigt und beglaubigt. Um die erreichte Klimaneutralität entsprechend öffentlich kommunizieren zu können, erhalten die Betriebe neben dem offiziellen Klimazertifikat eine Urkunde sowie weitere Marketingwerkzeuge.

Förderung und Beratung

Um die gesteckten Klimaziele der Bundesregierung in Deutschland voranzutreiben, werden verschiedene Maßnahmen zu Energie- und CO2-Einsparungen übrigens durch staatliche Förderprogramme unterstützt. DFV-Ansprechpartner zum Themenkomplex Technologie und Hygiene ist Dipl.-Ing. Axel J. Nolden, Telefon (069) 63302-161, E-Mail a.j.nolden@fleischerhandwerk.de.

Christian Blümel / Fleischnet

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