Suedtiroler Speck Recia

Deutschland weiterhin wichtigster Markt

Südtiroler Speck Konsortium zieht Jahresbilanz

Die Bilanz des Südtiroler Speck Konsortiums für das Jahr 2023 fällt gemischt aus. Während der langjährige Aufwärtstrend in der Produktion von Südtiroler Speck g.g.A. nicht fortgesetzt werden konnte, entwickelten sich die Exportmärkte positiv. Auch mit der Resonanz auf Werbekampagnen und Veranstaltungsformate zeigte sich das Konsortium zufrieden.

Bei den Neuwahlen des Konsortiums wurde Paul Recla (kl. Bild o.) als Präsident bestätigt. Neben ihm wurden als Mitglieder des Verwaltungsrates Peter Moser, Andreas Kofler, Roland Obermair, Florian Siebenförcher und Günther Windegger gewählt. Windegger bleibt zudem weiterhin Vizepräsident.

Inflation bremst Südtiroler Speck aus

„Das Jahr 2023 war geprägt von der angespannten weltpolitischen Lage und damit verbundenen Unsicherheiten. Dies hatte Auswirkungen auf Handelsbeziehungen, Rohstoffpreise sowie Lieferketten der Hersteller“, fasste Paul Recla, alter und neuer Präsident des Konsortiums, bei der jährlichen Mitgliederversammlung in der Brennerei Roner in Tramin an der Weinstraße zusammen.

Vor diesem Hintergrund sei auch der Produktionsrückgang von Südtiroler Speck zu deuten. 2023 wurden insgesamt 2.495.561 Hammen mit dem Qualitätszeichen „Südtiroler Speck g.g.A“ ausgezeichnet. Dies entspricht 39,7 Prozent der Gesamtproduktion und damit einem Rückgang von 13,3 Prozent im Vergleich zu 2022.

Das positive Wachstum des g.g.A.-Anteils in den vergangenen Jahren habe damit nicht fortgesetzt werden können. Gründe dafür: hohe Inflation und Kaufzurückhaltung der Verbraucher im ohnehin hart umkämpften Lebensmitteleinzelhandel.

Eine der meistexportierten Wurstwaren Italiens

Auch wenn mit 67,5 Prozent der Produktion ein Großteil in Italien abgesetzt werde, sei Südtiroler Speck mit einer Quote von 32,5 Prozent eine der meistexportierten Wurstwaren Italiens. Der wichtigste Exportmarkt bleibe mit 24,3 Prozent Deutschland. Dahinter folgen die USA (3,8 %), Frankreich (2 %), Schweiz (0,8 %) Österreich (0,6 %), Belgien (0,35 %) und Großbritannien (0,35%).

Am liebsten vorgeschnitten…

Immer öfter griffen die Konsumenten zu vorgeschnittener Ware, und dabei am liebsten zur 100-g-Packung. Insgesamt seien 46 Prozent der produzierten Menge von Südtiroler Speck g.g.A. als Fächerware verkauft worden. Das entspreche einem Zuwachs von 2 Prozent im Vergleich zu 2022. „Die Haushalte werden kleiner, gleichzeitig steht Bequemlichkeit für viele Konsumentinnen und Konsumenten immer mehr im Fokus. Dass unsere Speckproduzenten auf diese Entwicklung mit Investitionen im Bereich der Aufschnittmaschinen für Fächerware investiert haben, zahlt sich daher aus“, sagte Recla.

Südtiroler Speck erleben

Wie in den Jahren zuvor versuchte das Speck Konsortium auch 2023, die Bekanntheit der Marke weiter zu steigern. Zu den erfolgreichen Veranstaltungsformaten gehörten die Reihe „Speck Aperitivo“ in Skihütten und Lokalen, die kulinarische Altstadtführung „Speck Safari“ in Bozen, der „Specktag Naturns“ sowie das Speckfest Kronplatz, das rund 10.000 Speckfans anlockte. Das EU-Projekt „Cheespe“, das neben Italien und Frankreich auch in Deutschland zahlreiche Werbemaßnahmen für die beiden Qualitätsprodukte Südtiroler Speck g.g.A. und Stilfser Käse g.U. ermöglichte, sieht das Konsortium als „vollen Erfolg“.

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