NUTZFAHRZEUGE - Immer nah am Kunden

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NUTZFAHRZEUGE NÄHER AM KUNDEN Speziell Foto: Seico Verkaufsfahrzeuge Durch ein attraktives Design, energieeffiziente Kühlsysteme sowie leistungstarke Technik für Beleuchtung, Raumklimatisierung und Heizung ist eine verkaufsfördernde Präsentation der Waren möglich. Derzeit gibt es laut Deutschem Fleischer- Verband rund 5.000 mobile Verkaufsstellen des Fleischerhandwerks im Land, wovon etwa 4.000 meistens mehrmals pro Woche auf Wochenmärkten präsent sind. Rund 3.000 Wochenmärkte sind offiziell registriert, hinzu kommen etwa 300 regelmäßige Märkte zu Sonderanlässen, wie Bauern-, Bio- oder Hofmärkte. Diese bieten Verbrauchern eine gute Nahversorgungsmöglichkeit mit regional erzeugten Waren. Das haben auch Robert und Rudolf Jacobs aus der gleichnamigen Fleischerei in Solingen erkannt, die zu Jahresbeginn gemeinsam mit anderen Kollegen die Organisation der traditionellen Wochenmärkte der Stadt übernommen haben. Für Rudolf Jacobs zählt dabei neben der Qualität der angebotenen regionalen Erzeugnisse auch eine gewisse Vetrautheit zwischen Händlern und Kunden: „Wir sind sehr personenbezogen, hören den Leuten zu und sind manchmal auch ein bisschen Seelsorger“, beschreibt er. Wachstumspotenziale sehen Experten zudem bei den etwa 1.000 fleischerhandwerklichen Verkaufsstellen, die im Fahrverkauf im Tourendienst aktiv sind. Begründet wird das mit der Ausdünnung der Nahversorgungsstrukturen in ländlichen Räumen, einhergehend mit der Abwanderung jüngerer sowie der Überalterung ortsansässiger Menschen. Schätzungen gehen sogar davon aus, dass in zehn bis 15 Jahren jeder zweite Einwohner in ländlichen Regionen nichts mehr am eigenen Wohnort einkaufen kann. In manchen Landstrichen ist dieser Wert bereits erreicht. Dies ist eine große Chance für das Fleischerhandwerk, neue Kunden zu gewinnen und den Umsatz zu steigern. WICHTIGE STANDBEINE Ihre ersten „Schlesischen Wurstwaren“ verkaufte die Landfleischerei Helbig aus Tönisvorst bereits 1953 – damals noch von Tischen aus. Die Familie Helbig betreibt ihre Fleischerei seit acht Generationen. Heute wird sie von Markus Helbig geführt, der rund 20 Mitarbeiter beschäftigt und betont: „Der Wochenmarkt ist wieder im Kommen. Im Unterschied zum Discounter steht hier der Chef meist noch selbst hinter der Theke. Zudem ist die Ware regional.“ Seit Mitte 2014 werden die schlesischen Spezialitäten aus einem Drehkranzanhänger heraus verkauft, in dem drei bis fünf Mitarbeiter arbeiten ausgestattete Fahrzeuge und mobile Verkaufsstätten ermöglichen es Fleischereien ihr Warenangebot attraktiv präsentiert, hygienegerecht transportiert und zeitnah zum Kunden zu bringen – egal ob auf Verkaufstouren, Wochenmärkten oder beim Partyservice und Catering. 44 2/2015 


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