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Foto: Stark Die saubere Lösung Metzgerei Gebhart Böhmenkirch Armin Algner (l.) und seine Frau Stefanie betreiben zusammen mit sie-ben Mitarbeitern die Metzgerei Gebhart in Böhmenkirch. 2002 hatte der Besit-zer Georg Gebhart ihnen den Betrieb verpachtet und damit in treue Hände übergeben. Seitdem hat sich einiges verändert: Ein offenes Ladenkonzept und ein einladender Sitzbereich bei der viel besuchten Heißen Theke sind nur ein Teil des modernen Konzepts. Hinzu kommen die selbst entwickelten Produkte. „Der Renner in unserem Sortiment ist der grobe Fleischkäse. Ich achte dabei auf perfekt aussortier-tes Einlagenfleisch damit keine harten Bestandteile den Genuss beeinträchtigen“, betont der Metzgermeister. Neueste Kreation von der schwäbi-schen Alb ist die scharfe Paprikawurst nach ungarischem Rezept. ast Saitling. Eine weitere Spezialität ist die „Schwarzsauer Suppe“ – eine in Teilen Norddeutschlands früher traditionell gegessene dickflüssige saure Brühe mit Blut und Wursteinlage. Der Name leitet sich vom enthaltenen Schweineblut ab, das durch die Zugabe von Essigsud gerinnt und schwarz wird. Das entspricht aber nicht mehr den Essgewohnheiten junger Leute, denn auch auf dem Land geht der Trend weg von deftigen Spezialitäten hin zu magerem Fleisch. „Aber wir haben schon noch genug Kundschaft, die nicht nur die veredelten Fleischteile will, sondern den großen Braten kauft“, betont der Fleischer. Im Partyservice beliebt ist „Hartwichs Grillschinken“, der heiß aus dem Grill mit Krautsalat, Remoulade und Partybrot angeboten wird. Einmal in der Woche ist Suppentag, an dem es Suppe zum Mitnehmen gibt. Mit einer Ausweitung dieses Angebotes in Richtung einer regelmäßigen Heißen Theke konnte sich der Inhaber aber bis jetzt noch nicht anfreunden. Ein Problem, mit dem das Handwerk generell kämpft, stellt sich auch in Tetenhusen: Mitarbeiter zu gewinnen. „Jugendliche, wo seid ihr“ steht auf einem Plakat im Laden. Im letzten Sommer hatte Gunter Hartwich Glück und fand einen Azubi als Fleischer. „Vor zehn Jahren hatten wir die Bewerbungen stapelweise auf dem Tisch liegen. Heute ist es schwierig, Fleischer- Azubis oder Fachverkäuferinnen zu finden“, sagt er. Das Image sei das Problem und die Arbeitszeiten: samstags wolle niemand arbeiten. Kein Problem damit haben seine beiden Fleischereifachverkäuferinnen Marga Kurdts und Kathrin Grimm, die ihre Kunden mit Fachverstand und jede Menge Herzlichkeit bedienen. Alexandra Höß 3/2014 17


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