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Antibiotika

Weniger Antibiotika im Einsatz

Datum: Quelle: QS Qualität und Sicherheit GmbH | Foto: Colourbox.de Ort: Bonn

Dies geht aus aktuellen Kennzahlen des QS-Antibiotika-Monitorings hervor. Ein Vergleich mit den Auswertungen des BVL für denselben Zeitraum ergibt ein unterschiedliches Bild. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) legte Ende März die bundesweiten Kennzahlen zur Antibiotika-Therapiehäufigkeit bei Masttieren für das 2. Hj. 2017 vor. Während die BVL-Antibiotika-Kennzahlen bei Mastschweinen und -hühnern, Puten und Mastkälbern im Vergleich zum 1. Hj. 2017 leicht stiegen, ist bei den Auswertungen der QS-Antibiotika-Datenbank für alle Tierarten – wenn auch nur in geringfügigem Maße – ein Rückgang nachweisbar (s. Abb.).

 

Antibiotika
Abb.1: Vergleich Entwicklung Therapieindex (QS) und Therapiehäufigkeit (BVL/HIT). Angabe Wert für das 3. Quartal (Wert, den 75 % der Betriebe unterschreiten)

Die Kennzahlen berechnen QS und BVL auf einer unterschiedlichen Datenbasis. Daher sind die Ergebnisse nicht absolut identisch, folgten in der Vergangenheit aber gleichen Trends. „Die Teilnahme an einem Qualitätssicherungssystem wie QS trägt dazu bei, dass diese Betriebe für das Thema Antibiotika-Einsatz und Vermeidung von Resistenzen über die regelmäßigen Rückmeldungen zusätzlich sensibilisiert werden“, sagt Thomas May, bei QS verantwortlich für das Antibiotika-Monitoring. „Die Tatsache sinkender Kennzahlen bei den Tierhaltern im QS-System belegt das stetige Engagement aller Verantwortlichen. Die Strategie geht auf. Die meisten Werte scheinen sich nun auf einem niedrigen Niveau einzupendeln. Viel Spielraum ist da nicht mehr drin, denn die Tiergesundheit darf nicht ins Hintertreffen geraten“, ergänzt er. Die Schweine- und Geflügelhalter im QS-System setzten 2017 ca. 3 % weniger Antibiotika ein als im Vorjahr. Im Vergleich zu 2014, dem Beginn des Monitorings, sank die Menge um über 32 %.

Auswertungen zum Einsatz von Antibiotika

In der QS-Datenbank wurden zwischen Januar und Dezember 2017 804.962 Behandlungsbelege hinterlegt, seit Beginn des Monitorings 2012 rund 4,1 Mio. Dank dieser gewaltigen Datenmenge können detaillierte wie belastbare Auswertungen vorgenommen werden. QS analysierte mit Unterstützung der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo) die Daten der Schweinehalter. Dabei gingen die Involvierten auch der Frage nach, welchen Einfluss die Betriebsgröße oder die Region, in der sich der Betrieb befinden, auf den Einsatz von Antibiotika haben. Ebenso wurde erforscht, wie das Produktionssystem die Haltung von Mastschweinen in spezialisierten Mastbetrieben im Vergleich zur Haltung im geschlossenen System mit Sauen, Ferkeln und Mastschweinen den Antibiotika-Einsatz beeinflusst. Die Ergebnisse werden nun mit Tierhaltern und -ärzten beraten und sollen in die Empfehlungen für den Einsatz von Antibiotika einfließen. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage.

Marco Theimer / Fleischnet

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