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Fleischgenuss Sueffa

SÜFFA: Gutes Fleisch, gutes Geld

Datum: 12.10.2018Quelle: Messe Stuttgart | Colourbox.de | Ort: Stuttgart

Verbraucher achten zunehmend auf Regionalität, Nachhaltigkeit und Tierwohl, Wettbewerbe bei der SÜFFA in Stuttgart gelten als Gütesiegel.

„Deutschland, wie es isst“ – unter diesem Titel gibt der aktuelle Ernährungsreport des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) interessante Einblicke in das Konsumverhalten der Bevölkerung. Darüber kann sich insbesondere das Fleischerhandwerk freuen: Allen vegetarisch-veganen Strömungen zum Trotz kommen bei knapp einem Drittel der Befragten weiterhin täglich Fleisch und Wurst auf den Tisch. In ihrer Kaufentscheidung sind die Kunden durchaus anspruchsvoll. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor, die dioe Messe Stuttgart zur bevorstehenden SÜFFA herausgegeben hat.

Verbraucher akzeptiert höheren Preis

Laut der BMEL-Studie spielen bei tierischen Produkten zunehmend Kriterien wie regionale Herkunft und Zuchtbedingungen eine Rolle. Eine große Mehrheit der Befragten wäre bereit, mehr für Lebensmittel zu bezahlen. Aber nur, wenn die Tiere besser gehalten werden, als es die Gesetze vorschreiben.

Trends, die an der Metzgertheke vor Ort spürbar sind, wie Metzgermeister Günther Egeler von der Ammertäler Metzgerei Egeler in Ammerbuch-Reusten bestätigt: „Es wird heute viel bewusster eingekauft. Unsere Kunden wollen wissen, woher die Tiere stammen oder welches Futter sie bekommen haben. Da wir mit unseren regionalen Lieferanten seit vielen Jahren persönlich zusammenarbeiten, können wir sicher sein, dass kein Genfutter und auch kein Soja aus Südamerika verwendet wurde.“ Dafür greife der Verbraucher gern etwas tiefer in die Tasche.

Neues Werteverständnis und Heimatbegriff

Ähnlich sieht man es auf Erzeugerseite. Seit jeher verstehe man sich als „Pionier hinsichtlich Regionalität, Tierwohl, Freiheit von Gentechnik und Medikamenteneinsatz“, erklärt der Gründer und Vorsitzendende der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall w. V., Rudolf Bühler. „Die Verbraucherschaft verlangt das heutzutage. Diese Trends sind mit einem neuen Werteverständnis verbunden, ausgehend vom Begriff Heimat.“ Die „natürliche und historische Partnerschaft zwischen Bauern und Fachmetzgereien“ sei dabei von Vorteil für beide Seiten. „Die Fachmetzgerei kann nur überleben, wenn sie hochwertiges Fleisch aus bekannter bäuerlicher Herkunft anbietet und nicht anonymen Rohstoff vom Handel oder den großen Fleischkonzernen“.

Metzger mit eigener Herde

Der Metzger hält am Ort selbst eine kleine Herde von Hinterwälder-Rindern, eines kleinrahmigen Landschlags aus dem Schwarzwald. Neben einem Beitrag zum Erhalt der gefährdeten Nutztierrasse steckt dahinter ein Naturschutzgedanke: „Diese Tiere sind an Hanglagen angepasst; sie schonen die Böden, da sie keine tiefen Tritte hinterlassen, und fressen Gräser, die das normale Fleckvieh nicht anrührt.“

Bei der Verarbeitung liegt Günther Egeler „aus Respekt vor dem Leben“ die vollständige Verwertung der Tiere am Herzen. „Das ist ja auch sinnvoll, wenn schon ein Tier stirbt.“ Besonders wichtig sei auch, „dass die Erzeuger selbst den Transport zur Schlachtung übernehmen. So entsteht für die Tiere weniger Stress, was sich nicht zuletzt in der Fleischqualität niederschlägt.“ Ähnliches gelte für die Arbeit im genossenschaftlich betriebenen Gärtringer Schlachthof, wo hohe Tierwohl- und Hygienestandards herrschten. „Das alles können wir im Ladengeschäft kommunizieren. Bislang hat es sich ausgezahlt, dass wir diesen Weg gegangen sind. Unsere Chance ist Qualität!“

Gütesiegel: Qualitätswettbewerbe der SÜFFA

Ein Marktplatz für Qualität im besten Sinne ist die Fachmesse SÜFFA. Der Branchentreff für das Fleischerhandwerk und die mittelständische Industrie in Deutschland und im angrenzenden Ausland findet von 20. bis 22. Oktober in Stuttgart statt. Die begehrten Auszeichnungen bei den SÜFFA-Qualitätswettbewerben, die deutschlandweit zu den größten und wichtigsten ihrer Art zählen, gelten als anerkannte Gütesiegel.

Christian Blümel / Fleischnet

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