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Kühlmöbeln

Studie zu Kühlmöbeln

Datum: 07.12.2018Quelle: Dr. Steinmaßl Management-Beratung | Foto: Colourbox.de, Dr. Steinmaßl Management-Beratung Ort: Taching am See

Nach 2014 untersuchte die Dr. Steinmaßl Management-Beratung erneut den Zustand von steckerfertigen Kühlmöbeln im Lebensmitteleinzelhandel (LEH). Die Ergebnisse der Studie „Kühlregale im LEH – Leitfaden für einen effizienten Betrieb“ überraschen erneut.

Obwohl Wissensdefizite in der Branche vorliegen, bleibt die Forschung allgemeinverständliche Antworten schuldig. „Diese Lücke möchte ich erneut mit unserer aktuellen Studie zur Effizienz von Kühlregalen füllen“, erklärt Dr. Jürgen Steinmaßl die Motivation hinter dem Projekt.

Kühlmöbeln
Dr. Jürgen Steinmaßl

In der Studie wurde etwa untersucht, wann es sich lohnt, Kühlregale auszutauschen und welche Sparpotenziale so möglich sind. Es zeigte sich, dass ab einem Strombedarf von 4.650 kWh/lfm pro Jahr (LEH) und 5.150 kWh/lfm pro Jahr (Discounter) ein Austausch besonders lukrativ ist. „Allerdings raten wir davon ab, Kühlregale per se durch neuere Modelle in der Annahme auszutauschen, dass diese automatisch die Energiekosten senken würden. Das kann ohne vorherige Messung des tatsächlichen Strombedarfs nach hinten losgehen. Insgesamt rund 45 % der Regal-Altbestände sollten aus wirtschaftlicher Sicht allerdings umgehend ausgetauscht werden“, stellt Dr. Steinmaßl auf Grundlage der Studienergebnisse fest.

Im Hinblick auf die Energieeffizienz von Kühlregalen ist die Frage der Verglasung mithilfe von Türen von Relevanz „Es wird mitunter vermutet, Türen vor Kühlregalen würden zu Umsatzeinbußen führen. Unsere Untersuchungen zeigen aber, dass im Normalfall keine Umsatzeinbußen durch die Türen zu erkennen sind. Tendenziell ist sogar das Gegenteil zu erwarten“, stellt Dr. Jürgen Steinmaßl klar und erklärt weiter: „Durch Türen vor den Kühlregalen herrscht ein besseres Raumklima im Markt, denn offene Kühlregale entfeuchten die Raumluft. Der Aufenthalt im Kühlbereich wird für die Kunden also angenehmer.“

Beleuchtung und F-Gase-Verordnung

Neben dem Marktklima sind auch die Beleuchtung und das Design entscheidend für die Wirtschaftlichkeit, denn: Licht verkauft. Dementsprechend müssen eine hohe Farbbrillanz und gleichmäßige Warenausleuchtung gewährleistet sein. LEDs sind dafür das Mittel der Wahl. Diese benötigen für dieselbe Helligkeit im Vergleich zu konventionellen T5- oder T8-Leuchtstoffröhren weniger Strom, haben bei niedrigen Temperaturen einen höheren Wirkungsgrad und vermeiden ein Vergrauen der Ware, da Infrarot und UV-Lichtanteile weitgehend fehlen.

Bei der Frage nach den energieeffizientesten Kühlmöbeln ist auch die F-Gase-Verordnung zu bedenken, vor allem sofern noch Kälteanlagen mit dem Kältemittel R404A/R507/R134a betrieben werden. Drastische Preissteigerungen bei den Kältemitteln haben schon 2017 begonnen. Die Umstellung auf Ersatzkältemittel (z. B. R407F) wird daher von Dr. Steinmaßl empfohlen. Für Neuanlagen sollten vorrangig natürliche Kältemittel berücksichtigt und ernsthaft geprüft werden.

„2014 haben wir im Rahmen unserer ersten Basis-Studie über steckerfertige Kühlmöbel im LEH mitunter extreme Energieschleudern identifiziert. Auch in unserer neuen Studie zeigt sich, dass oft äußerst unwirtschaftliche Systeme genutzt werden. Zudem konnten wir feststellen, dass die Investition in neue Geräte ohne intensive Überprüfung und Messungen im Vorfeld keineswegs immer lohnend ist und das Energieeinsparpotenzial oft überschätzt wird“, stellt Dr. Steinmaßl abschließend fest. Die Studie gibt es hier.

Marco Theimer / Fleischnet

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