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CleanSmoke

Nachhaltig räuchern

Datum: 09.08.2019Quelle: CleanSmoke Coalition | Ort: Brüssel

Mit dem Räucherverfahren CleanSmoke lassen sich im Vergleich zu konventionellem Räuchern gute Produkte herstellen und wertvolle Ressourcen einsparen. In viele europäischen Regionen setzen Hitzeperioden dem Grundwasserspiegel nach dem heißen Sommer 2018 weiter zu. Viele Verbraucher wünschen sich einen schonenden Umgang mit landwirtschaftlichen Ressourcen. Dazu zählt auch der Wasserverbrauch für das Räuchern von Fleisch, Fisch oder Käse.

Mit dem Räucherverfahren CleanSmoke können etwa 90 % Wasser eingespart werden. Die CleanSmoke Coalition (CSC), eine Initiative von Herstellern von Primärrauchprodukten, Lebensmittelproduzenten und Handel, hat sich das Ziel gesetzt, Verbraucher und die interessierte Öffentlichkeit über die Potenziale der CleanSmoke-Technologie aufzuklären. Beim Räuchern mit CleanSmoke wird aus dem Primärrauchkondensat ein stabiler Rauch für die Räucherkammer frisch erzeugt.

Vorteile für CleanSmoke

CleanSmokeNach einem Life Cycle Assessment des Deutschen Instituts für Lebensmitteltechnik (DIL) verbrauchen Räuchereien, die CleanSmoke einsetzen, für die Reinigung rund 37 l Wasser/t geräucherte Lebensmittel. Der indirekte Wasserverbrauch für Pflanzenwachstum und Holzschlag beträgt etwa 7 l. Beim konventionellen Räuchern werden laut DIL dagegen für die Reinigung 301 l Wasser/t Fleisch und ca. 38 l für Wachstum und Ernte verbraucht. Würden alle Räuchereien in Deutschland damit arbeiten, läge der Verbrauch für die Reinigung der Räucheranlagen bei etwa 66.000 Kubikmeter (m³) Wasser, davon gut 15 % für die Rohstoffproduktion. Dagegen ist der indirekte Verbrauch für die Pflanzenbewässerung mit 6.800 m³ relativ gering. Beim konventionellen Räuchern sind sowohl der direkte Verbrauch für die Reinigung als auch der indirekte Verbrauch für die Bewässerung mit 545.000 bzw. knapp 357.000 m³ erheblich größer.

Allein bei der Reinigung der Räucheranlagen, so das DIL, ließen sich 479.000 m³ Wasser einsparen – so viel wie die Einwohner von Gelsenkirchen oder Kiel in einem Jahr verbrauchen. Dazu kämen weitere 350.000 m³ Wasser, die sich innerhalb der Lieferkette einsparen ließen. Eine Menge, mit der zum Beispiel Baumwolle für Jeans und T-Shirts von 35.000 Menschen produziert werden könnte. Nicht zuletzt aufgrund solch beindruckender Einsparpotenziale fordert die CleanSmoke Coalition, dass Produkte, die mit diesem Verfahren geräuchert wurden, auch als ressourcenschonend gekennzeichnet werden. Weitere Informationen gibt er hier.

Marco Theimer / Fleischnet

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