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Weideschuss

Menauer Weiderind

Datum: 15.09.2021Quelle: B&L MedienGesellschaft Redaktion FH Fleischer-Handwerk und Carneo | Fotos: © Menauer Weiderind Ort: Pörnbach

Alte Rinderrassen, ganzjährige Außenhaltung, kalben bei Minusgraden, Weideschuss – der Rinderzüchter Vitus Witty aus der Nähe von Ingolstadt setzt auf eine andere Art der Tierhaltung. Immer mehr Verbraucher stellen die Massentierhaltung der Fleischindustrie in Frage. Und: Immer mehr Viehzüchter und Fleischer reagieren darauf und gehen neue, vielleicht ungewöhnliche Wege. Fast zwei Jahre dauerte es, die Genehmigung für den Weideschuss zu bekommen. „Das war krass“, sagt Vitus Witty.

Viele Landwirte hatten ihn gewarnt, dass es schwierig werden würde, sein Vorhaben bei den Behörden durchzusetzen: Immer wieder nachbohren, immer wieder klarmachen, wie wichtig das ist und welche Bedeutung das hat. „Wir waren sehr hartnäckig, aber andere geben auf“, berichtet er. Der 29-Jährige ist Chef eines Rinderzuchtbetriebs im bayerischen Pörnbach, etwa 25 km südlich von Ingolstadt. Aktuell besitzt er 16 Tiere: einen Stier, fünf Mutterkühe, der Rest sind Ochsen und Färsen. Es handelt sich mehrheitlich um Pinzgauer Rinder, eine robuste, alte Rasse, die ganzjährig auf der Weide und sogar im Wald gehalten werden.

Charakter muss passen

WeideschussDer Betrieb ist noch recht frisch. Als Student wurde in ihm der Wunsch immer stärker, selbst etwas in Sachen Tierwohl und Qualität zu tun. „Mein Opa war Rinderzüchter und Viehhändler. Vielleicht hab ich das deswegen in mir drin“, sagt er. Mit 24 wurde der Wunsch dann so stark, dass er alles daran setzte, den Hof, auf dem er lebte, wieder zu aktivieren.

2018 startete er mit zwei Kühen und einem Stier. Von Anfang an kam für ihn nur der Weideschuss in Frage. „Es geht bei uns kein Tier raus ohne Weideschuss. Dafür nehmen wir auch zusätzliche Kosten in Kauf“, sagt er. Jeden Tag gibt es intensiven Kontakt zu den Tieren. Und es werde auch nicht einfach jedes Tier gekauft. Der Charakter und das Wesen des Tieres müssen passen. Man muss auch genetisch selektieren. Nur weibliche Tiere, bei denen einem der Erfahrungsschatz sagt, dass es ein super Muttertier wird, kämen in Frage. Es gilt zu vermeiden, dass das Tier durch die Mutterschaft leidet. „Ein Tier kann man eben nicht behandeln wie eine Maschine. Man muss Landwirtschaft mit Maschinen von der Landwirtschaft mit Tieren trennen“, betont er.

Schuss auf der Weide

Doch was bedeutet Weideschuss in diesem Fall? Dafür arbeitet Vitus Witty mit einem Metzger aus der Region zusammen….

Den ganzen Artikel weiterlesen? Gerne! Hier: https://www.fleischnet.de/wp-content/uploads/epaper/1000009076/FH_05_2021/page_48.html

Marco Theimer / Fleischnet

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