Warenbörse

Mainzer Warenbörse

Datum: 08.10.2018Quelle: Zentrag eG | Ort: Mainz

Rund 113 Aussteller präsentierten auf der Warenbörse von Zentrag und AFMO in der Mainzer Rheingoldhalle zielgruppenspezifische Angebote, Leistungen und Ideen. Neben dem umfassenden Überblick zu aktuellen Produkten, Sortimenten und Zukunftskonzepten ging es hier vor allem um den direkten Austausch, den persönlichen Kontakt, um individuelle Vereinbarungen und konkrete Orderabschlüsse. Slogans waren z. B. „Bestes aus Fleisch“, „Die Genuss-Molkerei“, „Gebacken für ihren Erfolg“ oder „Beste Milchideen“. Sie signalisierten die Vielfalt und Kompetenz eines kompakten Marktes.

Das kompakte Messekonzept ist traditionell erfolgreich und etabliert – und wird durch die Kooperation zwischen den beiden Veranstaltern – der Zentralgenossenschaft des europäischen Fleischergewerbes, Zentrag eG, und der Arbeitsgemeinschaft freier Molkereiprodukte Großhändler, AFMO eG, nun weiter verdichtet und konsequent erweitert. Diese Perspektiven und programmatischen Schnittmengen bieten vor allem den Messebesuchern aus dem Genossenschaftsumfeld der beiden Verbundgruppen, den Zentrag-Regionalgenossenschaften und den AFMO-Großhändlern, eine ideale Kommunikationsplattform, sich innerhalb eines Messetages direkt und umfassend über die Angebote, Themen und Trends zentraler Zuliefererbranchen informieren zu können. Die vier Themenstraßen setzen dabei klare Schwerpunkte – etwa im Bereich Molkereiprodukte, Wurst- und Fleischwaren oder in angegliederten Segmenten wie Feinkost, Backwaren, Verpackung oder Hygiene – und sind in einem spannenden Mix zusammengestellt, der immer wieder Neues und Aha-Effekte bietet.

Warenbörse füllt Lücken

Die Messe ist ein Fachzentrum der kurzen Wege mit 360°-Panorama – man kann tief in Einzelgespräche eintauchen oder in einer Art „Speeddating“ Fragen beantworten lassen, die innerhalb und außerhalb des unternehmerischen Wissenshungers oder Tellerrandes liegen. Es geht um das große Ganze, aber auch um Nischen, wichtige Randthemen, Symbiosen und Marktperspektiven. Etwa auch um Hygiene, Energie, Versicherungen oder Verpackung – das Themenspektrum kennt keine Lücken. Dazu breitet die Warenbörse ein weites Feld an vielfältigen Optionen und Kompasspunkten aus, die Orientierung und klaren Kurs liefern. Ein elementarer Vorteil der Warenbörse ist, dass die Aussteller dort Sonderaktionen und -rabatte anbieten.

In seinem Vortrag am Vortag der Warenbörse unterstrich der ehemalige Karstadt- und Ikea-Geschäftsführer Ilja Grzeskowitz, dass Veränderungsprozesse heute keine Ausnahme mehr darstellen, sondern Kernzustände in allen Geschäftsbereichen seien: „Veränderung hat heute keinen Anfang und kein Ende mehr. Jeder spricht von Veränderung, aber niemand will sich wirklich verändern.“ Er empfiehlt daher eine kategorische, unternehmerische Offenheit, die sich eben nicht auf Komfortzonen oder Beharrungsinseln ausruht, sondern jeder Form von Veränderungsimpulsen gegenüber aufgeschlossen ist. Dementsprechend fordert er eine grundlegende „Change Competence“ und „Auja“-Bereitschaft: „Mut ist eine Entscheidung. Veränderung ist kein Schicksal, sondern eine Kernstrategie. Jetzt ist die Zeit! Sonst geht es ihnen wie jenen Nokia-Managern, die sagten…wir haben nichts falsch gemacht, aber wie haben irgendwie verloren.“ Weitere Informationen zur Zentrag gibt es hier.

Marco Theimer / Fleischnet

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