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Schweinepest

ASP: Keine Gesundheitsgefahr

Datum: 24.09.2018Quelle: Inhalt: Bundesinstitut für Risikobewertung, Foto: Colourbox.de | Ort: Berlin

In Europa häufen sich die Erkrankungen an der ASP. Es sind längst nicht mehr nur Wildschweine betroffen, vielfach wurden auch Hausschweinbestände infiziert. Da sich der Erreger nicht auf den Menschen überträgt, besteht für Verbraucher kein Gesundheitsrisiko durch den Verzehr von Lebensmitteln, die von infizierten Tieren stammen. „Der Erreger der ASP ist nicht auf den Menschen übertragbar“, sagt Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). „Weder vom direkten Kontakt mit kranken Tieren noch vom Verzehr von Lebensmitteln, die von infizierten Haus- oder Wildschweinen stammen, geht ein Risiko für die Gesundheit aus.“ Um eine Ausbreitung des Erregers der ASP zu verhindern, sei es aber wichtig, keine Lebensmittel aus Risikogebieten mitzubringen.

Erste Fälle in Westeuropa

Das ASP-Virus befällt Wild- und Hausschweine und führt zu einer schweren, häufig tödlichen Erkrankung der Tiere. Es wird über direkten Kontakt, Ausscheidungen infizierter Tiere oder Zecken übertragen. Seinen Ursprung hat es in infizierten Wildtieren in Afrika. Der Erreger breitet sich seit 2007 von Georgien über Armenien, Aserbaidschan und Russland in Richtung nordwestliches Europa aus.

Seit 2014 wurden im Baltikum ASP-Fälle bei Wildschweinen und Ausbrüche bei Hausschweinen registriert. Zudem wurde das Virus in Rumänien, Ungarn, Polen und der Tschechischen Republik nachgewiesen. Im September 2018 ist der Erreger auch bei Wildschweinen in Belgien und damit erstmals in Westeuropa gefunden worden.

Vor dem Verzehr erhitzen

Der Erreger ist sehr stabil und kann in Lebensmitteln über mehrere Monate infektiös bleiben. Werden nicht erhitzte Lebensmittel, die von infizierten Tieren stammen, an nicht-infizierte Tiere verfüttert, kann das Virus daher in zuvor ASP-freie Regionen und damit auch in die Hausschweinbestände verbreitet werden.

Haus- und Wildschweinfleisch sollte wie jedes andere rohe Fleisch hygienisch zubereitet werden, da es auch andere Erreger enthalten kann. Zudem empfiehlt das BfR eine gekühlte Aufbewahrung und getrennte Zubereitung. Beim Erhitzen sollte im Inneren des Fleischstücks eine Temperatur von 70 °C oder höher für mindestens zwei Minuten erreicht werden.

Martina Kalus / Fleischnet

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