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IFFA 2022 Grafik

„Eine fast euphorische Stimmung“

Datum: 20.05.2022Quelle: Messe Frankfurt Exhibition GmbH | Ort: Frankfurt am Main |

Weniger Besucher als vor drei Jahren, dennoch gute Messe-Laune

Die globale Fleisch- und Proteinwirtschaft nutzte von 14. bis 19. Mai 2022 jede Minute der IFFA: zum intensiven Netzwerken, um Innovationen zu sehen und um ihre Geschäfte voranzubringen. Nachhaltige Produktion, automatisierte Prozesse und Digitalisierung in allen Bereichen der Verarbeitung, Verpackung und des Verkaufs prägten das Angebot an den Ständen.

Das starke Interesse am Thema alternative Proteine zeigte das große Zukunfts- und Wachstumspotenzial dieses Marktes. Insgesamt trafen sich knapp 50.000 Besucher aus 129 Ländern zur internationalen Leitmesse IFFA – Technology for Meat and Alternative Proteins in Frankfurt am Main.

Knapp 50.000 Besucher auf dem Messegelände

Die Emotionen und die Freude über das persönliche Wiedersehen auf dem Frankfurter Messegelände waren groß. Sechs Tage lang präsentierten die Aussteller Innovationen für eine nachhaltig-effiziente Produktion und Verpackung von Fleisch sowie alternativen Proteinen.

Die Besucher zeigten sich mehr als zufrieden mit dem Branchentreffen, das im normalen dreijährigen Turnus, dem Innovationszyklus der Industrie, stattgefunden hat. Auch Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt, ist begeistert: „Es war eine Freude durch die Hallen zu laufen und die Branchenteilnehmerinnen und -teilnehmer wiederzutreffen.“

Etwas weniger, dafür umso intensiver

Eine „fast euphorische Stimmung“ habe die IFFA geprägt. Es sei deutlich zu spüren gewesen, wie erleichtert alle waren, sich endlich persönlich treffen zu können, Neuheiten zu diskutieren und Geschäfte zu machen. „Die Branche hat ihre Innovationskraft wieder einmal eindrucksvoll bewiesen. Das globale Familientreffen setzte erneut die Trends für die nächsten Jahre – nicht zuletzt durch die Erweiterung um die alternativen Proteine“, bilanzierte Marzin.

Zum Vergleich: Zur IFFA 2019 kamen 67.000 Besucher aus 149 Ländern, 2016 waren es gut 62.000 Besucher gewesen. Dass es aufgrund der Corona-Krise und des Ukraine-Kriegs zu Einbußen bei den Besucherzahlen kommen würde, war bereits im Vorfeld abzusehen und zeigte sich in ähnlicher Form bei vorangegangenen Messe-Events wie der Anuga FoodTec in Köln oder der Internorga in Hamburg. Der Tenor bei den Ausstellern in Frankfurt: etwas weniger Besucher, dafür umso intensivere Kontakte und Gespräche.

Branche mit Innovationskraft zeigt die Lösungen für morgen

Automatisierung und Digitalisierung sind die aktuellen Treiberthemen in der Fleisch- und Proteinverarbeitung und standen im Zentrum. Die ausstellende Industrie zeigte außerdem Lösungen und Ideen zur Erhöhung der Energieeffizienz und zur ressourcenschonenden Produktion, um das von der EU vorgegebene Ziel der Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen.

Richard Clemens, Geschäftsführer des VDMA Fachverbands Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen, ist mehr als zufrieden mit dem Messeverlauf und betont: „Die Stimmung auf der IFFA 2022 ist außerordentlich gut. Die nationalen und internationalen Besucher haben hohes Interesse an den Innovationen und vielfach ganz konkrete Projekte in Planung. Die Freude darüber, sich endlich wieder persönlich zu begegnen, ist überall spürbar.“

Bei den Verpackungen standen die Neuheiten ganz unter dem Motto: „So viel wie nötig, so wenig wie möglich“. Neben der Recyclingfähigkeit fokussieren sich die Hersteller auf nachwachsende Rohstoffe: Biobasierte Verpackungen als Alternative zu Plastik aus fossilen Rohstoffen weisen den Weg in eine umweltfreundlichere Zukunft.

Der Besuch hat sich für jeden Betrieb gelohnt“

Der Deutsche Fleischer-Verband (DFV) stellte die Nachwuchsförderung in den Mittelpunkt seiner Aktivitäten. Rundherum zufrieden mit der IFFA zeigt sich auch Herbert Dohrmann, Präsident des DFV: „Ich bin zwar Optimist, aber dass wir so viele unserer Kolleginnen und Kollegen hier treffen durften und dass solch eine großartige Stimmung auf der Messe herrschen würde, hätte ich auf keinen Fall erwartet. Über 25 Prozent Steigerung bei der Zahl der Produkte auf den internationalen Qualitätswettbewerben, zwei ganz neue Wettbewerbe für den beruflichen Nachwuchs und ein starker Auftritt unserer Nationalmannschaft haben für ordentlich Leben auf unseren Flächen gesorgt.“

Der Besuch der IFFA habe sich für jeden Betrieb der Fleischwirtschaft gelohnt, die technischen und technologischen Entwicklungen der vergangenen drei Jahre erachtet Dohrmann als „gewaltig“. Die Messe habe ihre Aufgabe als Innovationstreiber für die Branche mehr als erfüllt.

Christian Blümel / Fleischnet

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