GEA Oelde

Ein Meilenstein: 125 Jahre GEA Separation

Datum: 29.11.2018Quelle: GEA | Ort: Oelde

Vom Maschinenbauer zum ganzheitlichen Lösungsanbieter und global agierenden Technologieführer: GEA in Oelde feiert 125. Geburtstag.

1893. Es war das Jahr der Erfindungen, die bis heute aus dem Leben nicht mehr wegzudenken sind: der Dieselmotor von Rudolf Diesel und der Reißverschluss von Whitcomb Judson. Und 1893 zeigte sich auch, was Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen bedeutet. Andy Bowen und Jacke Burke lieferten sich einen sieben Stunden und 19 Minuten dauernden Boxkampf über 110 Runden – am Ende ohne Sieger.

Innovationskraft, Kreativität und Durchhaltevermögen bewiesen zur gleichen Zeit auch der Kaufmann Franz Ramesohl und der Kunsttischler Franz Schmidt im westfälischen Oelde. Sie eröffneten am 1. September 1893 eine Werkstatt und stellten „Hand-Milch-Zentrifugen“ mit dem Modellnamen „Westfalia“ her. Drei Schlosser und zwei Dreher hatte die Ramesohl & Schmidt oHG vor 125 Jahren. Sie produzierten die handbetriebenen Milch-Zentrifugen mit einfachsten, aber effektiven Arbeitsmitteln. Unternehmerische Fähigkeiten, handwerkliche und technische Kompetenzen, gepaart mit Innovationsfreude, bildeten dabei die Basis für die folgenden 125 Jahre.

Das modernste Separatorenwerk der Welt

Aus diesen Unternehmenswurzeln entwickelte sich der heutige GEA-Standort, das modernste Separatorenwerk der Welt. Die Produkte „made in Oelde“ werden in alle Welt geliefert. Die Exportquote liegt aktuell bei über 80 %. Das Portfolio von GEA umfasst inzwischen über 3.500 verschiedene Prozesse und 2.500 Produkte für diverse Industrien von der Nahrungs- und Getränkebranche über Marine, Öl und Gas bis hin zur Energie-, Chemie-, Pharmazie- und Umwelttechnik.

Regional verwurzelt, global agierend

Oelde ist für GEA heute der größte Einzelstandort weltweit mit einer Produktionsfläche von rund 37.000 m2. Rund 1.900 Mitarbeiter, davon 180 Auszubildende, arbeiten derzeit in den Bereichen Konstruktion, Produktion und Verwaltung. 2013 hat GEA in den Standort umfangreich investiert. „Wir hatten und haben den klaren Anspruch, im globalen Wettbewerb nicht einfach nur mit zu schwimmen, sondern ihn durch Effizienzsteigerung zu bestimmen“, sagt Steffen Bersch, Vorstandsmitglied bei GEA, der viele Jahre selber in Oelde gearbeitet hat.

Der dortige Neubau, 2013 entstanden, wurde wesentlich vom Gedanken der Nachhaltigkeit getragen: Ein eigenes Blockheizkraftwerk mit einer elektrischen Leistung von 1,2 MW reduziert den CO2-Footprint und erzeugt soviel Strom, dass damit auch über 2.000 durchschnittliche Haushalte versorgt werden könnten.

24/7: Lieferung von Ersatzteilen

Die Lieferung von Ersatzteilen wird von Oelde aus in Zusammenarbeit mit namhaften Logistikunternehmen über so genannte Hubs zentral koordiniert. Aktuell sind diese Ersatzteilzentren in Köln (seit 2011), Singapur (seit 2014) und Naperville (USA, seit 2017) ansässig. Im European Parts Logistics Center (EPLC) in Köln sind etwa 21.000 unterschiedliche Artikel – vom Dichtring mit 5 mm Durchmesser bis hin zu Maschinenteilen von mehreren hundert Kilogramm – in kürzester Zeit abrufbar. Durchschnittlich werden 250 Sendungen täglich abgefertigt. GEA-Kunden können diesen Service über eine Hotline 24/7 abrufen. Geht ein Auftrag bis 15 Uhr Ortszeit ein, ist er garantiert am gleichen Tag versandfertig. Besonders eilige Sendungen verlassen sogar innerhalb eine Stunde den Standort.

GEA PerfomancePlus

Ein aktuelles Beispiel aus dem Bereich Service: GEA PerformancePlus beinhaltet Servicepakete, die weit über die klassische Instandhaltung hinausgehen und eine ideale Ergänzung zu einer Industrie-4.0-Strategie darstellen. Die aufgedeckten Optimierungspotentiale ermöglichen einen nachhaltigen Anlagenbetrieb. Moderne Technologien zur Zustandsüberwachung, kombiniert mit dem Know-how der GEA-Mitarbeiter, geben den Kunden aussagekräftige Zustandsanalysen. Sie liefern außerdem Informationen zur Entscheidungsfindung hinsichtlich möglicher Prozessoptimierungen – mit dem Ziel der permanenten Verfügbarkeit und maximalen Produktivität.

Gestärkt aus erfolgreichen 125 Jahren, bleibt GEA Separation weiterhin auf den Spuren der digitalen Transformation. Und so markiert das Jubiläum nicht nur einen Meilenstein in der Unternehmensgeschichte. Es ist zugleich ein Ansporn, Innovationen weiter voranzutreiben und die Prozesse der Kunden und das Leben der Menschen weiterhin nachhaltig zu verbessern. Eben „engineering for a better world“.

Christian Blümel / Fleischnet

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