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Schweinderl ITW 5 Jahre

5 Jahre Initiative Tierwohl

Datum: 07.01.2020Quelle: Initiative Tierwohl | Colourbox.de Ort: Bonn

Seit dem Start vor fünf Jahren haben über 100 Millionen Schweine und mehr als zwei Milliarden Hähnchen und Puten von der Initiative Tierwohl profitiert.

Die Initiative Tierwohl (ITW) blickt auf fünf Jahre ihres Bestehens zurück. Seit ihrem Start haben 104 Millionen Schweine und über 2 Milliarden Hähnchen und Puten von den Maßnahmen profitiert. Umgesetzt werden diese von den an der ITW teilnehmenden Landwirten. Dazu gehören zum Beispiel mehr Platz im Stall, zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten und Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit der Tiere.

Inzwischen stammen rund 70 Prozent der in Deutschland geschlachteten Hähnchen und Puten und 24 Prozent der in Deutschland erzeugten Mastschweine von Landwirten, die an der ITW teilnehmen. Darüber hinaus nehmen auch Sauen- und Ferkelaufzuchtbetriebe teil. Von 2015 bis Ende 2019 hat die ITW teilnehmende Betriebe bislang 38.892 Mal kontrolliert. In jedem der rund 6.700 in der ITW engagierten Betriebe wird zweimal jährlich von unabhängigen Auditoren geprüft, ob alle Tierwohl-Maßnahmen aus dem ITW-Kriterienkatalog umgesetzt werden.

Diese Leistungen wissen die Verbraucher zu schätzen. Laut einer aktuellen forsa-Umfrage wird die ITW immer bekannter und bleibt konstant beliebt bei deutschen Verbrauchern. 66 Prozent der über 1.000 Befragten kennen die ITW. 92 Prozent finden das Konzept der ITW gut oder sehr gut. Das Produktsiegel der ITW, das besagt, dass das jeweilige Produkt ausschließlich Fleisch von teilnehmenden Betrieben der ITW enthält, haben inzwischen 30 Prozent der Verbraucher bewusst auf Verpackungen wahrgenommen.

Es zeigt sich, dass der evolutionäre Ansatz kleiner, nachhaltiger Schritte wirklich breitenwirksam ist.“
Dr. Alexander Hinrichs, Geschäftsführer der Initiative Tierwohl

„Wir freuen uns sehr darüber, dass die Leistungen, die Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel in den vergangenen fünf Jahren für mehr Tierwohl erbracht haben, auch von den Verbrauchern anerkannt werden“, sagt Dr. Alexander Hinrichs, Geschäftsführer der Initiative Tierwohl. „Jenseits von Umfragen sind aber die Erfolge im Markt für uns sehr wichtig. Und hier zeigt sich, dass der evolutionäre Ansatz kleiner, nachhaltiger Schritte, den die ITW verfolgt, wirklich breitenwirksam ist. Es geht uns darum, vielen Betrieben und vielen Tieren mehr Tierwohl zu ermöglichen. Dafür wird es in Zukunft auch notwendig sein, dass sich weitere Branchen wie beispielsweise die Großgastronomie wirksam für mehr Tierwohl einbringen.“

Den Branchen Großgastronomie und Gemeinschaftsverpflegung attestieren laut der forsa-Befragung auch die deutschen Verbraucher ein mangelndes Engagement beim Tierwohl. 75 Prozent der deutschen Verbraucher sind davon überzeugt, dass die Unternehmen dieser Branchen das Tierwohl nicht genug berücksichtigen. 86 Prozent wünschen sich auch hier ein Label wie die Haltungsform-Kennzeichnung des Lebensmitteleinzelhandels.

Fleischkonsum laut forsa-Umfrage kaum verändert

Die Initiative Tierwohl beauftragt die forsa Politik- und Sozialforschung seit 2017 regelmäßig mit der Durchführung repräsentativer Befragungen zum Themenkomplex Tierwohl. Seit der ersten Befragung im Dezember 2017 hat sich der Fleischkonsum quantitativ kaum verändert. 2017 aßen laut Befragung 57 Prozent der Verbraucher mehrmals in der Woche Fleisch, seltener als ein Mal pro Monat bzw. gar kein Fleisch aßen lediglich 6 Prozent. Zwei Jahre später essen 59 Prozent mehrmals in der Woche Fleisch, während der Anteil derer, die auf Fleisch verzichten oder seltener als ein Mal im Monat Fleisch essen, unverändert geblieben ist.

Im Rahmen der jüngsten forsa-Untersuchung von 2. bis 6. Dezember 2019 wurden 1.008 nach einem systematischen Zufallsverfahren ausgewählte Bürgerinnen und Bürger ab 18 Jahren in der Bundesrepublik Deutschland befragt.

Das ist die Initiative Tierwohl

Mit der Initiative Tierwohl bekennen sich seit 2015 Verantwortliche aus Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel entlang der Wertschöpfungsketten für Schwein und Geflügel zu ihrer gemeinsamen Verantwortung für Tierhaltung, Tiergesundheit und Tierschutz in der Nutztierhaltung. Die Initiative unterstützt Landwirte finanziell dabei, über die gesetzlichen Standards hinausgehende Maßnahmen zum Wohl ihrer Nutztiere umzusetzen. Die Umsetzung dieser Maßnahmen wird durch die Initiative Tierwohl flächendeckend kontrolliert. Das Produktsiegel der Initiative Tierwohl kennzeichnet ausschließlich Produkte, die von Tieren aus teilnehmenden Betrieben der Initiative Tierwohl stammen.

Christian Blümel / Fleischnet

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