Klaus, Rainer und Fred Eberhardt

Eberhardt: Das vierte von 44 Werken

Datum: Quelle: C. Blümel | Ort: LIchtenau

Die fränkische Edelmetallschmiede Eberhardt, mit ihren Schinkenpressen Weltmarktführer, hatte doppelten Grund zum Feiern: 40-jähriges Firmenjubiläum und Einweihung von Werk IV.

Weltmarktführer oder Hidden Champion? Beides richtig und doch auch ein wenig falsch. Denn die Eberhardt GmbH ist vor allem eins: Weltmeister im Feiern. Die Edelmetallschmiede im fränkischen Lichtenau hatte Mitte Juni 2018 gleich zwei Anlässe, um kräftig auf die sprichwörtliche Pauke zu hauen: zum einen das 40-jährige Firmenjubiläum, zum anderen die Einweihung von Werk IV.

Landrat: Eberhardt ist beispielhaft

Dass die drei Brüder Klaus, Rainer und Fred Eberhardt (im Bild von li. bei der Einweihungsfeier) für ihre Erfolgsgeschichte von Honoratioren, Geschäftspartnern, Lokalpolitikern und nicht zuletzt von den beiden Kirchenvertretern mit Lob überschüttet wurden – kein Wunder. „Diese drei Brüder verstehen nicht nur ihr Handwerk, sie verstehen es auch zu handeln“, sagte etwa Landtagsabgeordneter Dr. Peter Bauer. Außergewöhnlich sei zudem das soziale Verantwortungsbewusstsein des Trios: „Sie kümmern sich wirklich um ihre Beschäftigten und sorgen dazu noch für bezahlbaren Wohnraum.“

In die gleiche Kerbe schlug Landrat Dr. Jürgen Ludwig: „Eberhardt ist beispielhaft für die Entwicklung im ländlichen Raum.“ Die Brüder hätten das Unternehmen kontinuierlich und mit einem hohen Maß an Verlässlichkeit aufgebaut. Heute sei es „ganzheitlich aufgestellt und geführt“. Mit einem Schmunzeln fügte der Landrat hinzu: „Wenn die Brüder Eberhardt ihre Schlagzahl so beibehalten, eröffnen sie zum 50-jährigen Bestehen ihr 44. Werk.“

Einst ein holpriger Start

Dabei war es nicht immer so. Klaus Eberhardt erinnerte bei der Feier auch an die Anfänge, als er mit geliehenen 30.000 D-Mark von seiner Schwiegermutter den Sprung ins Ungewisse wagte. Rainer Eberhardt steuerte die Episode vom holprigen Start mit den Schinkenpressen bei: „Als ich damit vor 21 Jahren zu einem bekannten Metzger gekommen bin, hat der nur einen Rat parat gehabt: Bua, hör auf, des braucht koa Mensch.“ Heute ist Eberhardt mit seinen Schinkenpressen Weltmarktführer.

Die neue Werkhalle wurde auf dem Firmengelände von Eberhardt im Lichtenauer Gewerbegebiet Immeldorf gebaut. In unmittelbarer Nähe von Werk III, das erst vor zwei Jahren eingeweiht wurde. In der neuen Halle mit rund 700 m² Grundfläche werden eine hochmoderne Laseranlage sowie Maschinen für die Oberflächenbehandlung untergebracht. Rund 1,2 Millionen wurden in das Bauwerk investiert.

Zwei weitere Eberhardt-Projekte

Zwei weitere Projekte der Eberhardts sind unmittelbar mit der neuen Halle verbunden. So werden noch eine Versuchsmetzgerei und eine kleine Brauerei gebaut. Zumindest zum hauseigenen Bier konnte Rainer Eberhardt einen Zwischenstand vermelden: „Es wird wahrscheinlich Press’n Bräu heißen.“ Na dann: Prost!

Ein Unternehmensporträt über die Eberhardt GmbH finden Sie im Ftec-e-Mag 02/18 unter diesem Link.

Christian Blümel / Fleischnet

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