Das Delle-Seak bei der World Steak Challenge.

Silber bei der World Steak Challenge

Quelle: Privat | Ort: Gundelfingen/London (GB)

Ein Stück Angus-Rind von einem schwäbischen Familienbetrieb in Gundelfingen gewinnt bei der World Steak Challenge in London Silber.

Nicht nur für den Schlachtkonzern Vion gab es bei der World Steak Challenge in London etwas zu feiern. Auch das bayerische Fleischerhandwerk war dort erfolgreich vertreten. In Gestalt von Metzgermeister Martin Delle aus Gundelfingen. Er gewann mit einem trockengereiften Grass-fed Sirloin-Steak Silber.

Eine große Freude für die ganze Familie in der schwäbischen Donaustadt. Denn für diese inoffizielle Steak-Weltmeisterschaft haben die Delles einiges an Aufwand und Risiko auf sich genommen.

Seit über 20 Jahren züchten sie Angus-Rinder. Auf den Weiden im Donaumoos leben ihre Tiere in artgerechter Grünlandhaltung. In der eigenen Hausmetzgerei werden sie dann zu Qualitätsfleisch verarbeitet und den Gästen im Steakhouse des ebenfalls familieneigenen Landgasthofs Sonne als Angus-Spezialitäten aufgetischt.

Delle-Steak auf Reisen

Für die Challenge in London war die Vorbereitung generalstabsmäßig. Die Tiere wurden lebend ausgesucht, das Fleisch wurde mit einem Kühl-Paketdienst über den Ärmelkanal geschickt. Kein 08/15-Packerl, denn in der Thermobox befand sich ein 28 Tage trockengereiftes Sirloin-Steak mit 3 kg Gewicht – genug Fleisch für etwa zehn Steaks. Geprüft wurden die Steaks an der Themse roh und gegrillt hinsichtlich Geschmack, Konsistenz und Marmorierung.

Besonders Letzteres sei beim Steak aus Gundelfingen besonders gelobt worden, erzählt Martin Delle. Er war bei der Prämierung in London selbst präsent. Weil die Tiere auf der Weide langsamer wachsen als bei der Rindermast, sei das mit der Marmorierung „gar nicht so einfach“. Die Lorbeeren dafür gebührten eigentlich seinem Vater Bernhard Delle, der federführend für die Zucht der Rinder verantwortlich ist.

Eine richtige Überraschung“

Trotz allen Bewusstseins um die Qualitäten der hauseigenen Angus-Rinder sei die Silbermedaille in einem internationalen Spitzenfeld mit Teilnehmern aus 22 Ländern „eine richtige Überraschung“ gewesen. Umso größer ist die Freude in Gundelfingen. Bernhard Delle: „Wir sind stolz auf die Auszeichnung, gerade als Familienunternehmen.“

Gold für Vion…

Für seinen Sohn hatte der Trip nach London sogar einen Doppelnutzen. Konnte er bei dem Schaulaufen der Fleischvermarkter doch auch beobachten, wie die internationalen Experten der Branche so arbeiten. Wie hier in fleischnet.de bereits berichtet (unter dem Titel „Goldiges Steak kommt aus Bayern“), ging eine Goldmedaille an den Vion-Konzern für dessen Goldbeef Entrecote. Ebenfalls eine Auszeichnung für Qualität aus Bayern, handelt es sich dabei doch um Fleisch der bayerischen Rinderrasse Simmentaler Fleckvieh, verarbeitet vom Vion-Schlachthof im oberbayerischen Waldkraiburg.

Best Steak aus Skandinavien

Der Gesamttitel World’s Best Steak ging übrigens an eine skandinavische Steak-Coproduktion. Die Jury der World Steak Challenge kürte JN Meat International aus Dänemark. Dort wird das in Finnland gezüchtete, aus Fleisch von grasgefütterten Rindern produzierte Ayrshire Sirloin Steak herstellt.

Christian Blümel / Fleischnet

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