70. Verbandstag

70. Verbandstag in Bayern

Datum: Quelle: B&L MedienGesellschaft | Ort: München/ Nürnberg

Diese entstand 2018 aus den Innungen Fürth und Nürnberg und wird bald um die Innung Lauf-Hersbruck wachsen. Der Verbandstag startete am Samstag um 14:30 Uhr mit einem Arbeitskreis zum Thema „Energiekostensenkung und Kostenvorteile für Metzgerbetriebe“ im Haus Eckstein. Einem guten Dutzend stellte Bernd Biedermann, Geschäftsführer der Service und Vertriebsgesellschaft der Kreishandwerkerschaften, Lösungen und Möglichkeiten hinsichtlich Strom- und Gaslieferverträgen sowie dem Einsatz von Energieberatern vor und gab Tipps zur Nutzung von Blockheizkraftwerken im Fleischerhandwerk.

Traditionell ist der gemeinsame Kirchgang aller, der dieses Mal in der St. Sebalduskirche in ökumenischer Form stattfand. In ihrer Handwerkerpredigt stellte Pfarrerin Dr. Sabine Behrendt vor allem das Gemeinschaftliche in der Fokus. Die Gemeinschaft und der kollegiale Austausch wurden im Anschluss daran im „Bratwurst-Röslein“ bei fränkischen Spezialitäten sowie beim Mitfiebern beim Fußball-WM-Spiel Deutschland gegen Schweden gepflegt.

Dicke Bretter bohren

70. Verbandstag
Die Reihen waren gut gefüllt.

Die Mitgliederversammlung startete am Sonntag um 9 Uhr. Nach Grußworten von Landesinnungsmeister Konrad Ammon und dem stv. Obermeister der Gastgeber-Innung Stefan Wolf bedankte sich DFV-Präsident Herbert Dohrmann für die erneute Einladung nach Bayern. Er stelle einige Themen seiner Arbeit vor und rief etwa dazu auf die Chancen der Kompetenz in Sachen Beratung an der Ladentheke zu nutzen. „Das was Sie auf der Int. Handwerksmesse jedes Jahr leisten, ist einzigartig“, lobte er. Auch die Beibehaltung der dreijährigen Ausbildung, die Herausforderungen der Digitalisierung oder den Austritt von Innungen sprach er an: „Wir suchen das Gespräch. Nur gemeinsam können wir etwas für unser Handwerk erreichen“. Als Vorsitzender des Verein „Fleisch-Sommelier Deutschland e.V.“ und Teamkapitän des „The Butcher Wolfpack“ mahnte Dirk Freyberger: „Wir müssen unsere und anderer Stärken und Schwächen erkennen. Liebe zum Handwerk und zum Beruf sollten unser Handeln bestimmen“.

„Wir haben schon einige dicke Bretter gebohrt – manches dauert seine Zeit aber einiges haben wir erreicht. Ob beim Sachkundenachweis Schlachten als Bestandteil der Ausbildungsordnung, dem Themenkomplex Ebermast und Ferkelkastration oder in der Energiepolitik“, sagte der Landesinnungsmeister. Man brauche aber noch mehr mutige Veränderungen von politischer Seite, um die künftige Wettbewerbsfähigkeit von Familienunternehmen zu sichern. Dies sei aber nicht nur Sache des Verbandes, sondern jedes einzelnen Metzgerbetriebs. Es gelte die Möglichkeiten des direkten Kontaktes noch stärker zu nutzen. „Politische Mandatsträger proklamieren immer wieder, dass ihnen der Erhalt von Nahversorgungsstrukturen wichtig ist. Meine Herren und Damen Abgeordneten, dann tun Sie auch etwas dafür – vom Reden allein erhalten sich die Strukturen nicht“, forderte er.

Ehrungen & Vorträge

70. Verbandstag
Vier langjährige Obermeister wurden in Nürnberg für ihr Engagement geehrt.

Danach zeichnete der DFV-Präsident und der Landesinnungsmeister den Landessieger 2017 und Bundeszweiten bei den Fleischern, Max Beck, aus, der bei den Herrmannsdorfer Landwerkstätten ausgebildet wurde. Für ihr langjähriges Engagement im Fleischerverband Bayern geehrt wurden zudem: der Obermeister der Innung Dingolfing Michael Santl (goldene Ehrennadel), die Obermeister Manfred Seitz (Nürnberg) und Richard Huber (Ingolstadt) mit der silbernen Nadel und Obermeister Rudolf Riedler (Traunstein-Berchtesgadner Land) mit der Bronze-Nadel. Ehrenurkunden erhielten Martin Langwallner, Reinhold Streicher und Elisabeth Hofmann.
Neu im Vorstand des Fleischerverband Bayern sind Manfred Weber (Mittelfranken) und Harald Münzinger (Schwaben). Im Bild oben fehlt: Daniel Hirsch (Oberpfalz)

 

70. Verbandstag

Vor dem nichtöffentlichen Teil folgten noch zwei Vorträge: Eva-Maria Schulze (li., KErn, Kulmbach) stellte das Projekt „Ernährung macht Schule“ vor, bei dem Metzger Schülern mit einem Schnuppertag im Betrieb Theorie und Praxis vermitteln können. Dr. Alexander Fink wagte einen Blick in die Zukunft ins Jahr 2030 und erläuterte anhand von Szenarien mögliche Chancen für das Fleischerhandwerk. Der nächste Verbandstag findet am 25./26. Mai in Passau statt. Weitere Infos hier.

Marco Theimer / Fleischnet

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