Hendrik Schumacher

150 Jahre: Schumacher feiert Kartonfabrik

Datum: Quelle: Schumacher Packaging | Ort: Schwarzenberg

Ein kleines Stück Industriegeschichte im Erzgebirge: Schumacher Packaging feiert im September 150 Jahre Werk Schwarzenberg.

Auch für ein traditionsreiches Familienunternehmen wie Schumacher Packaging ist dieses Jubiläum etwas ganz Besonderes: Das Werk in Schwarzenberg feiert demnächst sein 150-jähriges Bestehen. Zum Jubiläumsfest am 21. September 2018 hat das Familienunternehmen seine Kunden, Partner und Lieferanten, aber auch Vertreter von Politik, Behörden und Finanzwirtschaft eingeladen.

Seit 2008 gehört die Karton- und Verpackungsfabrik in Schwarzenberg zur Schumacher Packaging Gruppe, einem der größten inhabergeführten Hersteller für Verpackungslösungen aus Well- und Vollpappe u. a. für die Lebensmittelindustrie. Seit jeher ist das Werk Schwarzenberg auf die Herstellung von Vollpappe spezialisiert. Seine Erfolgsgeschichte hat der Standort unter Leitung der Schumacher-Familie eindrucksvoll fortgesetzt, mit Innovationskraft und nachhaltigem Wachstum.

Blick hinter die Kulissen

Anlässlich der Jubiläumsfeier gewährt Schumacher Packaging all seinen Kunden und Partnern einen spannenden Blick hinter die Kulissen: Bei Werksführungen gibt es nicht nur die hochmoderne Produktion zu bestaunen, sondern auch die zahlreichen Investitionen in Umweltschutz und Ressourcenschonung. Insgesamt hat Schumacher Packaging seit 2009 fast 30 Mio. € in das Werk Schwarzenberg investiert.

„Wir modernisieren die Produktion kontinuierlich, um den Standort stets fit für die Zukunft zu halten“, sagt Geschäftsführer Hendrik Schumacher (kl. Bild). Eine der jüngsten Investitionen: Im vergangenen Jahr wurde in Schwarzenberg eine neue Schneid- und Anlagepartie für rund 1,5 Mio. € angeschafft. „Die Sicherung der Arbeitsplätze und der Umweltschutz sind immer wichtige Entscheidungskriterien für unsere Investitionen“, betont er.

Nachhaltiges Wachstum

Die Produktion von Vollpappe ist vergleichsweise energieintensiv. „Wir arbeiten darum immer daran, den Energie- und Rohstoffeinsatz konsequent zu reduzieren“, erklärt der Geschäftsführer. „Das dient der Umwelt, und es sorgt für mehr Wirtschaftlichkeit. Nachhaltigkeit ist für uns enorm bedeutsam.“ So hat Schumacher Packaging im Werk Schwarzenberg ein Heizkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung gebaut. Eine Dampfturbine erzeugt dort Elektroenergie, während gleichzeitig der Abdampf die Vollpappe trocknet.

Wirtschaftliche Erfolgsgeschichte

Das Werk in Schwarzenberg stellt Vollpappe her. Das Rohmaterial dafür ist recyceltes Altpapier, und auch die Vollpappe selbst ist vollständig recycelbar. Während das Werk 2009 noch 35.000 t Vollpappe fertigte, werden es 2018 rund 46.000 t sein – fast ein Drittel mehr. „Gemeinsam mit unseren Mitarbeitern ist es uns in den letzten Jahren gelungen, unsere Position im hart umkämpften Verpackungsmarkt kontinuierlich auszubauen“, berichtet Hendrik Schumacher, „und diese Erfolgsgeschichte schreiben wir aktuell fort.“ So hat das Werk Schwarzenberg im vergangnenen Geschäftsjahr einen Außenumsatz von knapp 32 Mio. € erwirtschaftet – gegenüber 2008 eine Steigerung um rund 40 %.

Tag der offenen Tür

An dieser positiven Entwicklung haben die Mitarbeiter in Schwarzenberg einen erheblichen Anteil. Um der Belegschaft für ihr Engagement zu danken, findet am 22. September 2018, einen Tag nach der Jubiläumsfeier, ein Tag der offenen Tür für die Mitarbeiter und ihre Familien statt.

„Auch bei der Mitarbeiterzahl ist die Entwicklung sehr erfreulich“, berichtet Hendrik Schumacher. „Als wir das Werk vor zehn Jahren übernommen haben, hatte es zirka 150 Beschäftigte – inzwischen sind es bereits 195.“ Die Ausbildung des fachlichen Nachwuchses spielt für Schumacher Packaging ebenfalls eine wichtige Rolle: Derzeit lernen 15 Auszubildende in Schwarzenberg. Dazu zählen angehende Papiertechnologen, Packmitteltechnologen, Mechatroniker und Industriekaufleute.

Holzschleiferei, Kartonfabrik, Schumacher

Ein Jubiläum ist immer auch Anlass für einen Blick zurück. 1868 zunächst als Holzschleiferei gegründet, spezialisierte sich der Betrieb in Schwarzenberg schon bald auf die Fabrikation von Pappen. „Es waren bis heute 150 Jahre voller Höhen und Tiefen“, erklärt Christian Bleyl, Geschäftsführer des Schwarzenberger Standorts. „Glücklicherweise gab es immer wieder Menschen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt die genau richtigen Entscheidungen getroffen haben. Die Leute hier in der Region haben dabei mehr als einmal wahre Kämpferqualitäten erwiesen.“

Eine Einschätzung, die Hendrik Schumacher teilt: „Man kann durchaus sagen, dass sich hier im Erzgebirge schon seit jeher Erfindergeist und Ideenreichtum mit handwerklichem Geschick und Zuverlässigkeit verbunden haben. Innovationskraft liegt hier offensichtlich in den Genen.“

Christian Blümel / Fleischnet

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