13. Round Table

13. Round Table

Datum: 04.09.2018Quelle: Belgian Meat Office BMO | Fotos: Theimer, BMO Ort: Brüssel

Zum 13. Round Table lud das Belgian Meat Office 18 Journalisten aus sieben Ländern nach Brüssel ein. Diskutiert wurden u. a. der Einfluss des Internets auf die Wahrnehmung von Fleisch sowie Thematiken des Krisenmanagements.

BMO 2018
Luc de Laet

Der von BMO-Geschäftsführer René Maillard und seinem Team wieder einmal exzellent organisierte Austausch startete mit einem Besuch des Butcher’s Store von Luc de Laet in Antwerpen. Auf einem Brauereigelände eröffnete das Multitalent 2016 den zweiten De Laet & Van Haver Butcher Store, in dem hochwertige Fleisch- und Wurstwaren eindrucksvoll in Szene gesetzt werden. Ein kleines Bistro und ein Verkostungsraum (Butcher’s Cave) ergänzen das Konzept hier seit 2018. Das Stammgeschäft allerdings ist auch eine Besonderheit, da es durch eine Glasscheibe und einen Frontcooking-Bereich getrennt, über ein Fine Dining-Restaurant mit rund 50 Sitzplätzen verfügt. Ein Foodtruck für Events komplettiert das Angebot. Vor allem die Leidenschaft dieses gastgebenden Fleischers und Kochs für das Handwerk ist lobenswert.

Am zweiten Tag standen zwei informative Vorträge auf den Programm. Zuvor betonte René Maillard, dessen letzter Round Table es war bevor er 2018 in Rente geht, es sei traurig, dass die moderne Gesellschaft in Sachen Ernährung immer dogmatischer werde und Toleranz zunehmend verlorengehe. „Künftig bestimmen die menschliche Ernährung, Tiergesundheit, Tierwohl und Umwelt die Qualität von Fleisch. Das alles wird diskutiert, in Frage gestellt und aktiv nach zukunftsfähigen Lösungen gesucht“, betonte er.

Intensiver Austausch

13. Round Table
Die beiden Referenten.

Im ersten Vortrag gab Prof. Dr. Frederic Leroy von der Freien Universität Brüssel einen Überblick mit welchen „Wahrheiten“ hinsichtlich des Fleischkonsums die Menschen in Zeiten des Internets konfrontiert werden und welche Philosophien auch von NGO’s von Vertretern einer vegetarischen bzw. veganen Ernährung forciert werden. Dafür wurde eine Studie herangezogen, bei der die Online-Datenbank „Mail Online“ von 2001 bis 2015 ausgewertet wurde. Leider überwogen dabei negative Meldungen und Schlagzeilen, was auch zum schlechten Bild von Fleisch in der Öffentlichkeit beigetragen habe. Im zweiten Vortrag erläuterte Dr. Philippe Houdaert, Direktor der Belgian Food Safety Agency, Handlungsweisen zur Krisenprävention und -bewältigung in Zeiten „klickbasierter Mediennutzung“. Dabei gab er einen Einblick in den Fipronil-Skandal 2017 sowie den Fall des Unternehmens belgischen Veviba, das mit Lieferungen falsch deklarierten Fleischs nach Albanien und dessen Folgen umgehen musste. Sein Fazit lautete, dass man die Kommunikation generell verbessern müsste.

Da sich die Teilnehmer auch in den Pausen immer wieder intensiv austauschten, wurde auch dieser 13. Round Table zu einem gelebten Stück Europa, das nicht von aktuellen Krisen und politischen Stimmungen bestimmt wird. Das wurde auch 2018 erneut sehr deutlich. Weitere Informationen zum Belgian Meat Office gibt es hier.

Marco Theimer / Fleischnet

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