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Fleisch aus bis zu fünf Ländern

Datum: Quelle: Verbraucherzentrale Niedersachsen e.V. Ort: Hannover

Fleisch- und Wurstwaren enthalten oft Fleisch aus mehreren (EU-)Ländern. Dies zeigt ein Marktcheck der Verbraucherzentrale Niedersachsen. „Spitzenreiter” im Test ist der „Kochhinterschinken von Gebirgsjäger” (Lidl) mit Fleisch aus fünf EU-Staaten. Auch der „Finesse-Schinken” (Herta) enthält Fleisch aus vier und die “Tip Bratwurst” von real aus drei EU-Staaten. Im November 2014 wurden dafür 62 Produkte wie Brat- und Bockwurst, Kochschinken und Salami aus neun hannoverschen Supermärkten, Discountern und Bioläden auf ihre Herkunftskennzeichnung überprüft. 33 Hersteller wurden gebeten, Ort der Geburt, Mast und Schlachtung der Tiere anzugeben. Seit April 2015 muss unverarbeitetes und vorverpacktes Fleisch mit dem Aufzucht- und Schlachtort des Tieres gekennzeichnet werden. Für verarbeitete Fleischerzeugnisse gilt das bisher nicht. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen fordert daher eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung für Fleisch, das als Zutat in verarbeiteten Lebensmitteln verwendet wird. Diese soll die jeweiligen Ländernamen beinhalten, um Verbrauchern die größtmögliche Transparenz und Eindeutigkeit bei der Kaufentscheidung zu bieten.

 

Das Ergebnis

Von den 33 angeschriebenen Herstellern gaben 13 gar keine oder nur unzureichende Auskünfte über die Herkunft des Fleisches. Genannt wurde z. B. ein zu hoher Rechercheaufwand oder die Komplexität des Systems. Für 27 Produkte machten die angeschriebenen Hersteller Herkunftsangaben: Sechs (22,2 %) davon enthielten nur Fleisch aus Deutschland, wobei fünf davon aus Bio-Produktionen stammten. Bei 19 Produkten (70 %) wurde Fleisch aus zwei oder mehr EU-Ländern verwendet, teilweise aus bis zu fünf EU-Ländern. „Von dem Länder-Mix wissen Verbraucher beim Einkauf nichts. Transparenz spielt jedoch bei der Kaufentscheidung eine wichtige Rolle”, sagt Anneke von Reeken, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Der Marktcheck zeige, dass eine Herkunftskennzeichnung möglich ist, denn 5 % der Produkte (3 von 62) waren mit einer freiwilligen Herkunftsangabe gekennzeichnet.

Den kompletten Marktcheck gibt es hier: www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de

 

Foto: Verbraucherzentrale Niedersachsen e.V.

Fleischnet / Fleischnet

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