Ringelschwanz-Prämie

Quelle: Offenstall.com; Foto: ML Niedersachsen Ort: Osnabrück

Die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast erkundigte sich über die Notwendigkeit der Ringelschwanz-Prämie. Das Programm soll als Anreiz für tiergerechte Haltung dienen.

Ein intakter Ringelschwanz ist nicht nur im EU-Recht und im deutschen Tierschutzgesetz verankert, sondern auch ein Qualitäts- und Gesundheitsindikator. Davon überzeugte sich Barbara Otte-Kinast, niedersächsische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, bei einem Besuch des Hofs Bodenkamp. „Dieser Offenstall ist ein beeindruckendes System“, sagt Barbara Otte-Kinast. „Die Verbraucher müssen aber auch bereit sein, diesen Mehraufwand zu honorieren.“

Thema bei dem Besuch war auch die „Ringelschwanzprämie“. Bei diesem seit 2015 bestehenden Programm des niedersächsischen Agrarministeriums wird Schweinehaltern ein Bonus gezahlt, wenn diese auf das Kupieren der Schwänze verzichten und mindestens 70 % der Tiere unverletzt bleiben. Damit soll ein Anreiz für tiergerechte Haltung geschaffen werden.

Tiergerechte Offenstallhaltung verhindert Schwanzbeißen

Ein Offenstall ist eine alternative Haltungsform, bei der der Stall an mindestens einer Seite komplett offen sein oder einen Auslauf haben muss. Dadurch bekommen die Schweine nicht nur frische Luft und Tageslicht, sondern erleben auch die natürlichen Witterungseinflüsse wie warm, kalt, feucht, windig und sonnig. Zugleich haben sie ungefähr doppelt soviel Platz wie gesetzlich vorgeschrieben, können sich frei bewegen und zwischen den unterschiedlichen Klimazonen wählen. Frisches Stroh und tiergerechte Funktionsbereiche zum Liegen, Fressen, Bewegen, Spielen, Koten und Harnen sorgen dafür, dass die Tiere ihre natürlichen Bedürfnisse ausleben können. „Schweine aus Offenstallhaltung sind vitaler und ausgeglichener, sodass es nicht zu Schwanzbeißen kommt“, erklärt der Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Offenstallhaltung für Schweine e.V. Bert Mutsaers.
www.offenstall.com

Fleischnet / Fleischnet

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