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Berlin. Der Fischverbrauch im Außer-Haus-Verzehr ist in den vergangenen Jahren stetig angestiegen. So wird nach
Angaben des Fisch-Informations-Zentrums (FIZ) in Berlin schon heute mit 67 Prozent weit mehr als die Hälfte aller Fische im
Restaurant, in der Gemeinschaftsverpflegung, im Imbiss oder einfach auch als Fischbrötchen unterwegs genossen.

Der Anteil der gastronomischen Betriebe am Verkauf wird bis zum Jahr 2005 auf 75
Prozent steigen, schätzt das FIZ. Mit knapp 60 Prozent würden die Restaurants daran
den größten Anteil haben, gefolgt von Imbiss- und Fastfood-Einrichtungen mit 30
Prozent und der Betriebs- und Sozialgastronomie mit zehn Prozent.

Überhaupt gönnen sich die Deutschen immer öfter Spezialitäten aus Meer und
Süßwasser. Von 12,6 Kilogramm im Jahr 1988 stieg der Pro-Kopf-Verbrauch bis 1998
auf 15 Kilogramm an. In fünf Jahren werde er wohl 17 Kilogramm pro Kopf erreichen, so
die FIZ-Prognose.

“Fisch-Freaks”, die mehrmals in der Woche Fisch auf den Tisch bringen, haben nach
einer aktuellen Untersuchung zwar nur einen Anteil von drei Prozent an der Bevölkerung,
essen aber 20 Prozent aller in Deutschland verkauften Fische.

35 Prozent Anteil am Gesamtmarkt haben die “Fisch-Fans”, die 17 Prozent der Bevölkerung ausmachen und die sich mindestens
einmal pro Woche Seafood gönnen. Die “Fisch-Freunde” machen 70 Prozent der Bevölkerung aus, essen ein- bis zweimal pro
Monat Fisch und verzehren so die restlichen 45 Prozent. Nur zehn Prozent der Deutschen mögen Seafood absolut nicht.

Einen starken Wandel gab es in den vergangenen Jahren bei den meistverkauften Fischarten. Hering war 1988 noch mit 29,2
Prozent Marktanteil der mit weitem Abstand beliebteste Fisch. Er wurde damals wie heute vor allem als Konserve, Matjes und
Marinade, seltener hingegen als Frischfisch gekauft. Über 23,2 Prozent 1993 sank dann der Anteil des Herings auf nur noch 18,2
Prozent im Jahr 1998. Damit hat er seine Führungsrolle an den Alaska-Pollak abgegeben, der nach FIZ-Statistiken 1998 auf 27,5
Prozent Marktanteil kam. Zehn Jahre zuvor war dieser Fisch noch gar nicht in der Statistik aufgetaucht.

Fleischnet / Fleischnet

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