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Fleischersatz-Boom nicht verpassen

Datum: Quelle: Mintel Ort: München

Forschungsergebnisse der Agentur Mintel zeigen unter jungen deutschen Verbrauchern einen wachsenden Trend zum Vegetarismus und einer Ernährung mit verringertem Fleischanteil auf. Wer auf Fleischersatzprodukte setzt, hat Chancen davon zu profitieren. Heute kauft bereits fast jeder fünfte Deutsche (18 %) zwischen 16 und 24 Jahren Fleischersatzprodukte, verglichen mit durchschnittlich jedem zehnten Verbraucher (11 %) in allen Altersgruppen. Zudem betrachten sich bis zu 15 % davon als Vegetarier. Dies ist mehr als das Doppelte des landesweiten Durchschnitts von 7 %. Mit steigendem Alter geht der Anteil an Verbrauchern, die zu Fleischalternativen greifen zurück. Bei Personen über 55 Jahren ist nicht mal jeder 20. (3%) Vegetarier und nur 5 % dieser Altersgruppe kaufen Fleischersatzprodukte. Katya Witham, Senior Food & Drink Analyst Germany bei Mintel, erklärte: „Junge deutsche Verbraucher führen diesen Trend an und bei ihnen ist es am wahrscheinlichsten, dass sie häufiger auf Fleisch verzichten und dass sie diese Ernährungsweise mit großer Wahrscheinlichkeit auch in der Zukunft beibehalten werden. Ein wachsender Trend hin zu einem verringerten Fleischkonsum aus ethischen Gründen oder aus Gründen des Umweltschutzes unter jungen Menschen verspricht der Branche für Fleischersatzprodukte in Deutschland eine rosige Zukunft.”

 

Trotz des steigenden Verbraucherinteresses an Fleischalternativen ist die Verwendung von Fleischersatzprodukten bei der täglichen Wahl der Lebensmittel in Deutschland eher niedrig. Unter den Verbrauchern, die Fleisch-Alternativen probiert haben, verwenden fast die Hälfte (48 %) dieser Verbraucher Fleischersatzprodukte nur einmal im Monat oder noch seltener. Aber: Fast jeder vierte Deutsche (23 %) zwischen 16 bis 24 Jahren greift ein paar Mal im Monat darauf zurück, während 12 % aus dieser Gruppe angeben, mehrmals pro Woche Fleischersatzprodukte anstatt Fleisch zu essen. Bei jungen Verbrauchern stehen ethische Erwägungen im Vordergrund, wenn sie sich dafür entscheiden. Vier von zehn Deutschen (39 %) zwischen 16-24 Jahren greifen aus diesen Gründen darauf zurück, während etwa ein Drittel (30 %) dies aus Sorge um die Auswirkungen der industriellen Fleischproduktion auf die Umwelt tut. Als Hürde für die Akzeptanz der Fleisch-Alternativen in Deutschland dürfte sich bei den meisten Verbrauchern die Konsistenz und der Geschmack der Fleischersatzprodukte erweisen. Nur 14 % der Deutschen geben an, dass ihnen der Geschmack der Fleischalternativen zusagt. „Wenn wir die Beweggründe der deutschen Verbraucher für eine Änderung ihrer Ernährungsweise hin zu Fleischalternativen betrachten, reichen diese weit über den Vegetarismus hinaus und bieten somit sehr viel Raum für die zukünftige Entwicklung neuer Produkte, vorausgesetzt, die Fleischalternativen können die zahlreichen Bedürfnisse der Verbraucher – von Gesundheitserwägungen bis hin zu einer Vielzahl von ethischen Gründen – befriedigen,” stellt Katya Witham fest. www.mintel.com

 

Foto: FrieslandCampina Foodservice

Fleischnet / Fleischnet

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