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Traumhafte Steigerungsrate
Die UAB Utenos Mesa deckt die gesamte Produktionskette für Fleisch- und Wurstwaren ab. Das beginnt bei der Schlachtung der Tiere, geht über die Zerteilung der Tierkörper, Verarbeitung des Fleisches zu verschiedenen Wurstsorten und endet bei der Verpackung und Auslieferung der einzelnen Produkte. Zu den Kunden des Unternehmens zählen nicht nur die führenden europäischen Einzelhandelsketten, sondern auch Großabnehmer wie McDonald's. Durchschnittlich werden pro Woche 600 bis 1.000 Tiere geschlachtet. Die Großmetzgerei hat sich nicht auf eine einzige Tierart spezialisiert, sondern verarbeitet Schweine, Rinder und sogar Wild. Zurzeit sind in den drei Werken des Unternehmens rund 1.500 Angestellte beschäftigt. Rund 40 Tonnen Fleisch gehen täglich durch ihre Hände. Dabei liefert das Unternehmen neben frischem Fleisch auch ein breites Sortiment an verschieden Brüh-, Koch- und Rohwürsten. Insgesamt hat das Unternehmen 200 verschiedene Warenbezeichnungen in seinem Programm. Das Fleischwerk Utenos Mesa wurde 1976 gegründet, zu einer Zeit, als Litauen noch zur Sowjetunion gehörte. Mit der Unabhängigkeit Litauens kam auch die Privatisierung, die das Unternehmen zunächst in eine tiefe Krise stürzte. Doch der Fleisch verarbeitende Betrieb erkannte darin die Chance, seine Prozesse nach streng betriebswirtschaftlichen Kriterien auszurichten, und verordnete sich ein rigides Sanierungsprogramm: Die alte Managerriege musste abtreten und mit ihr wurde ein großer Teil des Personals ausgewechselt. Utenos Mesa holte sich private Investoren. Das neue Management investierte konsequent in moderne Anlagen und Technik, baute die Produktpalette sukzessive aus und gab sowohl seinen Produkten als auch der Verpackung ein ansprechendes Design. Die Rosskur hat sich gelohnt. Heute schreibt der Betrieb nicht nur schwarze Zahlen, er ist zum baltischen Musterschüler in Sachen Unternehmenserfolg aufgestiegen. So konnte Utenos Mesa seinen Umsatz im Jahr 2006 auf 350.000.000 Litas (umgerechnet rund 100.000.000 Euro) steigern, das ist ein Umsatzplus von 100 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Neue Märkte durch EU-Beitritt
Die phantastischen Zahlen sind auch dem Beitritt Litauens zur Europäischen Union zu verdanken, denn damit öffneten sich neue Märkte. Heute exportiert das Unternehmen seine Produkte in alle EU-Länder. Daneben erwirtschaftet das Unternehmen 20 Prozent seiner Exporterläse mit dem Nachbarn Russland. Doch genauso wichtig für den Erfolg hat sich eine Firmenstrategie ausgewirkt, die konsequent auf modernste Anlagen setzt. Dazu zählen neben der IT auch Transportsysteme für Tierkörper, hygienische Anlagen oder Maschinen zum Zerteilen der Tierkörper. Viele Anlagen und Maschinen stammen von deutschen Firmen, die auf diesem Markt einen exzellenten Ruf genießen. Und da lag es nahe, sich auch bei der IT in Deutschland umzuschauen. Zunächst experimentierten Pucas und seine Kollegen bei den Industriecomputern mit einem Wettbewerber von noax. Doch das Gerät dieses Unternehmens konnte die IT-Spezialisten nicht zufrieden stellen. Die Festplatte versagte öfters ihren Dienst, der Touchscreen sprach nicht immer so an, wie man das von ihm erwartete. Die schlechten Servicedienstleistungen und eine Konstruktion, die die Wartung erschwerte, ärgerten Pucas. „Time is money!", meint der IT Department Manager dazu lapidar. „Wenn der Computer ausfällt, dann gibt es immer Verzägerungen im Produktionsablauf, und das kostet nicht nur Zeit, sondern auch viel Geld."
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Robust und zuverlässig
Daher haben Pucas und seine Kollegen nach einer anderen Lösung gesucht. Auf der Website von noax (www.noax.com) haben sie das Gerät entdeckt, dass ihren Ansprüchen am meisten gerecht zu werden schien. Der Industrie-PC Compact C15 mit Touchscreen und einer Bildschirmdiagonale von 15 Zoll bot die Features, die sich die IT-Spezialisten wünschten. Die neuen Industrie-PCs sollten vor allem stabil und widerstandsfähig sein, insbesondere die Festplatte und der Touchscreen. Das Gerät sollte sich leicht bedienen lassen und problemlos zu warten sein, große Temperaturunterschiede locker wegstecken und bei kühlen Temperaturen ohne Leistungsabfall funktionieren. Darüber hinaus wurden genügend Schnittstellen und PCISlots gewünscht. Schließlich werden nicht nur Barcode-Scanner, sondern auch Waagen und Drucker an den Rechner angeschlossen. Was die Anschlussmöglichkeiten betraf, stieß das bisher verwendete Gerät bereits an seine Grenzen, obwohl es erst drei Jahre zuvor angeschafft worden war. Außerdem legten die IT-Fachleute bei dem Fleischverarbeiter großen Wert auf guten und schnellen Service sowie hohe Servicefreundlichkeit der Geräte. Einfache Reparaturen sollten sie selbst vor Ort durchführen kännen. Im April 2006 wurden die ersten Industrie-PCs bestellt und in Betrieb genommen. Bis Februar 2007 hatte Utenos Mesa bereits 26 noax-Geräte im Einsatz.
Vom Laufzettel zum Industriecomputer
Auf den Rechnern läuft Windows XP als Betriebssystem. Für die eigentlichen Aufgaben in der Produktion verwendet die Großmetzgerei die Software „Meat Master", die das litauische Unternehmen Pralo (www.pralo.eu) eigens für Fleisch verarbeitende Betriebe entwickelt hat. Das Programm begleitet den gesamten Produktionsprozess von der Ankunft der Tiere bis zur Auslieferung der Ware. Es bietet Module für das Schlachten, die Verarbeitung und die Logistik. Es verfügt über ein User-Management, tauscht Daten mit dem Warenwirtschaftssystem aus - Utenos Mesa verwendet MFG pro von QAD - und hat Features zur Rückverfolgung. Jeder Vorgang im Lauf des Verarbeitungsprozesses wird von der Software genau erfasst und dokumentiert. Reporting-Funktionalitäten erstellen darüber Berichte. Darüber hinaus steuert und kontrolliert Meat-Master auch die Zusammensetzung der einzelnen Rezepturen. Und last but not least unterstützt das Programm die Mitarbeiter bei der Auftragsbearbeitung und Auslieferung. Sie übernimmt das Gewicht, das die automatischen Waagen ermittelt haben, und stäßt den Druck der Verpackungsetiketten an, die die aktuellen Daten der Verpackungseinheit enthalten, beispielsweise das Mindesthaltbarkeitsdatum oder das jeweilige Gewicht, aber auch einen Barcode. Mittels Barcode-Scanner lässt sich die Ware elektronisch verbuchen und den jeweiligen Kunden zuordnen. Bevor das Unternehmen die Ware elektronisch erfassen ließ, wurden über jeden Vorgang und jeden Kunden Listen und Laufzettel geführt, die die Buchhaltung auswerten musste. Diese Art der Auftragsbearbeitung entspricht nicht mehr dem technischen Stand des 21. Jahrhunderts. Die Umstellung auf ein elektronisches System war nur folgerichtig. Herkömmliche Office-PCs oder Laptops sind für solche Aufgaben ungeeignet, weil diese Geräte binnen kürzester Zeit ihren Dienst versagen würden. Unternehmen wie Utenos Mesa brauchen daher leistungsfähige Rechner, denen die Umgebungsbedingungen in der Fleischproduktion nicht schaden.
Spritzwasser und Desinfektionsmittel
Als besonders belastende Faktoren im Werk wirken die Kälte in den Kühlräumen, aber vor allem die hohe Luftfeuchtigkeit und die Belastung durch Spritzwasser und Desinfektionsmittel. „Wir reinigen die Rechner regelmäßig mit Wasser und Desinfektionsmitteln, schon wegen der strengen hygienischen Vorschriften, die sich nach Vorgaben der EU richten. Es ist unbedingt notwendig, dass die Rechner keine Flüssigkeiten in ihr Inneres lassen. Auch darf sich im Gehäuse kein Kondenswasser bilden", erklärt Makarevic. „Das sind die größten Belastungen für die Geräte. Doch die noax-Rechner kommen damit gut zurecht." Für derartige Anwendungen unter Extrembedingungen sind die Industriecomputer von noax konzipiert.
Die IT-Fachleute bei Utenos Mesa haben sich für einen Industrie-PC vom Typ Compact C15 entschieden, der sich durch seine robuste und stabile Bauweise auszeichnet. Das Gerät ist vor allem komplett geschlossen gemäß Schutznorm IP 65. Das bedeutet, dass weder Wasser noch andere Flüssigkeiten in das Innere des Rechners dringen und dort Kurzschlüsse oder Korrosionen ausläsen, was den Rechner zum Stillstand bringt. Da essenzielle Prozesse über den Industrie-PC abgewickelt werden, kann ein Ausfall zu enormen Kosten führen. Daher legen Pucas und Makarevic größten Wert auf Ausfallsicherheit. Auch der resistiv analoge Touchscreen überzeugte die beiden Computerspezialisten, denn genau wie der Rechner selbst zeichnet auch er sich durch seine Robustheit aus. Bei Utenos Mesa ist das Display durch eine spezielle Touch-Schutzfolie gegen äußere Einflüsse geschützt. Diese Schutzfolie bietet noax optional zu seinen Rechnern an. Sie zeigt ihren Nutzen gerade in Lebensmittel verarbeitenden Unternehmen, wo nicht nur Wasser auf das Panel tropft, sondern auch andere Flüssigkeiten, wie Blut, Fett oder Reinigungsmittel. Der Touchscreen lässt sich leicht und vor allem sicher bedienen - auch und gerade mit Handschuhen, die sehr viele Mitarbeiter in der Produktion tragen müssen. Die einfache Handhabung des Gerätes und der Software hat aber noch einen weiteren Vorteil: Die Mitarbeiter akzeptieren die Technik schneller, weil sie ihnen die Arbeit erleichtert und einen erkennbaren Nutzen bringt. Alle essenziellen Komponenten in seinen Industriecomputern entwickelt noax in Eigenregie, anstatt sie billig mal von diesem mal von jenem Hersteller einzukaufen. Somit ist noax nicht auf externe Zulieferer angewiesen und kann seinen Kunden mindestens fünf Jahre aktiven Support und weitere fünf Jahre passiven Support garantieren. Pucas und Makarevic jedenfalls sind von den noax-Industrie-PCs überzeugt. Utenos Mesa will nicht bei dem Erreichten stehen bleiben. Pucas: „Die bisherigen Anwendungen sind erst der Beginn. Wir planen die Rechner noch in weiteren Bereichen des Unternehmens einzuführen, beispielsweise am Wareneingang. Zwar sind die Löhne in Litauen im Vergleich zu anderen EU-Ländern noch relativ niedrig, aber das wird sich mittelfristig ändern. Und die noax-Industrie-PCs helfen uns, darauf vorbereitet zu sein."