Hamburg. Bei der Auswahl der Beleuchtung für gewerbliche und industrielle Anlagen zur Produktion und Verarbeitung von Lebensmitteln suchen Planer und Betreiber das Optimum zwischen Kosten und Funktion. Der Schlüssel liegt in der ganzheitlichen Betrachtung von Investitions- und Betriebskosten.
Eine nicht zu unterschätzende Variable bei der Kostenoptimierung in der Lebensmittel- und Getränkeproduktion sind die Aufwendungen für die Reinigung von Maschinen und Anlagen. Die Einhaltung höchster Hygienestandards auf der einen und die möglichst einfache, schnelle und Ressourcen schonende Reinigung auf der anderen Seite haben das Hygienic Design zu einem wichtigen Gestaltungsprinzip für Maschinen, Anlagen und Komponenten in diesem Bereich gemacht.
Immer wieder strahlend sauber
Werkstoff, Oberflächenbeschaffenheit, Form und Dichtigkeit bestimmen über die Reinigbarkeit von Anlagen und Räumen. Deshalb umhüllen die Lichtlösungen des Leuchtenherstellers Norka für die Lebensmittelindustrie Schutzrohrreflektoren aus PMMA, beschichtetem PC und Glas die Lampen. Diese Kunststoffzylinder übernehmen einerseits die blendfreie und effiziente Lichtauskopplung, andererseits sorgen sie dafür, dass die Leuchten auch mit scharfen Reinigungsmitteln und Hochdruck gesäubert werden können. Die Schutzrohre sind korrosionsfest und säure- sowie laugenbeständig. Ihre glatte Oberfläche und fließende Übergänge zwischen allen außen liegenden Bauteilen verhindern Schmutzablagerungen. Um alle elektrischen Komponenten und die Lampen vor Feuchtigkeit zu schützen, sind die Schutzrohre mit alterungsbeständigen und formstabilen Silikon-/Synthese-Kautschuk-Dichtungen verschlossen. Im Ergebnis erfüllen Leuchten wie das Modell Bitburg die Schutzart IP69K, d. h. sie sind dicht gegen Staub sowie gegen Wasser bei Dampfstrahl- und Hochdruckreinigung. Da die Leuchten auch hinterspült werden können, lassen sich Keime und Bakterien auf wirklich allen Flächen beseitigen.
Sicherheit für Mitarbeiter und Konsument
Ein anderes wichtiges Thema bei der Leuchtenentwicklung für die Lebensmittelbranche ist der Splitterschutz. So schreiben Normen und Regelwerke vor, dass das Leuchtmittel auf jeden Fall abgedeckt werden muss, damit beim Bruch der Lampen kein Glas in die Produktionsstrecke gelangen kann. Gleichzeitig darf aber auch von den Leuchtenabdeckungen selbst keine Gefahr ausgehen. Kunststoffe wie PMMA oder auch bruchsicheres Polycarbonat bzw. Glas erfüllen diese Erwartungen. Zusätzliche Sicherheit schaffen Bauteile, die unverlierbar mit der Leuchte verbunden sind, und so bei Wartung oder Lampenwechsel nicht herabfallen können.
Wartung bei laufender Produktion
Für den Wartungsfall bietet Norka eine effiziente Lösung: Da alle Schutzrohrreflektoren des Unternehmens schwenkbar ausgeführt sind, ist es nicht nötig, die Leuchten direkt über der Produktionsstrecke zu montieren. Stattdessen werden sie etwas versetzt zum hygienesensiblen Bereich positioniert und sind so im Idealfall auch zugänglich, während die Produktion weiterläuft.
Kostensparend und werkzeuglos kann eine einzelne Person den Lampenwechsel vornehmen. Beim „Rapid-Schnellverschluss" müssen nur zwei Edelstahlklemmen betätigt werden, um den Lampenraum zu öffnen und später wieder dicht zu verschließen.
Langlebig und zuverlässig
Sehr häufig tritt der Wartungsfall bei diesen Leuchten allerdings nicht ein. NORKA setzt auf Longlife-Leuchtstofflampen, die bis zu dreimal länger leben als Standardlampen. Betrieben werden sie an modernen elektronischen Industrie-Vorschaltgeräten (EVGs). Ohne nennenswerten Abfall des Lichtstroms leistet diese Kombination aus Lampe und EVG 80.000 Brennstunden, d.h. Lampenwechsel sind z. B. bei einem Zweischichtbetrieb erst nach ca. 12 Jahren fällig. Die von NORKA eingesetzten Industrie-EVGs haben eine Lebensdauer von mindestens 100.000 Stunden.
Die im Vergleich zu Standardprodukten erhöhten Investitionskosten rechnen sich dabei allemal. Zu den längeren Lebenszyklen der Produkte und dem wesentlich geringeren Instandhaltungsbedarf gesellt sich nämlich noch eine höhere Effizienz der Lampen und der verlustarme Betrieb der Vorschaltgeräte. Beide Phänomene schlagen sich in permanenten Energieeinsparungen nieder.
Maßgeschneiderte Lichttechnik
Für maximalen Lichtoutput bei minimalem Energieeinsatz sorgt auch das optische System der Leuchten. Maßgeschneiderte Lichtverteilungen (z. B. besonders breit, eng und tief strahlend) ermöglichen den Einsatz der NORKA-Leuchten bei unterschiedlichsten Raumgeometrien. Hohe Beleuchtungsstärken trotz großer Lichtpunkthöhen, z. B. in Hallen, sind ebenso realisierbar, wie blendfreies Licht bei einer Leuchtenposition sehr nah über dem Bereich der Sehaufgabe.
Dem Servicegedanken verpflichtet, übernimmt NORKA mit leistungsfähiger Hard- und Software die Lichtplanung entsprechend der konkreten Einsatzbedingungen beim Kunden.
Kochen oder Kühlen
Extreme Anforderungen an das Licht stellt die Lebensmittelproduktion immer dann, wenn es besonders heiß oder besonders kalt wird. Die weit verbreiteten Leuchtstofflampen mögen beispielsweise weder die Hitze der Backstuben noch die niedrigen Temperaturen in Kühlhäusern. Solche Bedingungen quittieren sie mit einem dramatischen Lichtstromrückgang und schlechtem Zündverhalten, das ihre Lebensdauer reduziert. NORKA begegnet diesen Problemen mit thermischen Isolierungen, speziellen Zündsystemen und Amalgam-Leuchtstofflampen, die auch noch bei -50°C oder +90°C akzeptable Lichtströme liefern.
LED - zukunftsfähiges Leuchtmittel
Ein ganz aktueller Trend, vor allem in kalten Umgebungen, ist der Einsatz von Leuchtdioden (LED). Leuchtmittel mit High-Power-LEDs sind zwar noch relativ teuer in der Anschaffung, haben aber den Vorteil, dass ihr Lichtstrom ansteigt, wenn es kalt wird. Häufiges Schalten, auch bei Minusgraden, macht den leuchtenden Halbleitern nicht das Geringste aus, sie sind sofort 100% betriebsbereit.
NORKA hat seine LED-Kompetenz bereits in mehreren Projekten unter Beweis gestellt. Verschiedene Serienleuchten des Herstellers sind mit LED-Bestückung verfügbar. „LEDs sind z.B. eine sehr interessante Lösung, wenn in Kühlhäusern das Licht per Präsenzmelder oder in kompakten Kühlzellen per Türsensorik geschaltet werden soll", erklärt NORKA-Geschäftsführer Dr. Norbert Höbing. „Angesichts der noch hohen Investitionskosten sollten sich interessierte Anwender allerdings intensiv beraten lassen. Wir halten den intensiven Dialog mit dem Kunden bei allen Projekten für den sichersten Weg zur optimalen Beleuchtungslösung." www.norka.de