Das Institut will mit dem neuen Internetauftritt dem speziellen Informationsbedarf der verschiedenen Zielgruppen besser Rechnung tragen. Seit seiner Gründung entwickelt das Institut die wissenschaftliche Risikobewertung als Grundlage für die Fahndung nach Risiken. Wenn sich Risiken abzeichnen, werden nach dem Stand des Wissens die notwendigen Handlungsoptionen unter Beachtung der gesundheitlichen Konsequenzen geprüft. Eine Vorstellung von dieser Tätigkeit vermittelt der Videofilm mit dem Titel „Wissenschaft im Dienste des Menschen".
Das Institut ist am 1. November 2002 als Anstalt des öffentlichen Rechts im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gegründet worden und in seinen Bewertungen unabhängig. Der Bewertungsprozess ist jedoch für alle Bürger transparent darzustellen, und zwar durch einen umfassende, vollständige und nachvollziehbare Risikokommunikation. Alle Arbeiten werden im engen Kontakt mit der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit sowie mit der Weltgesundheitsorganisation und der Welternährungsorganisation und den Überwachungsorganen der Bundesländer durchgeführt. An seinem Sitz in Berlin hat das Institut 2010 750 Mitarbeiter beschäftigt, unter ihnen 298 Wissenschaftler, vor allem Chemiker, Lebensmittelchemiker, Biologen, Mediziner und Veterinärmediziner. Für alle Tätigkeiten standen dem Institut 2010 Mittel in Höhe von 61,6 Mio. Euro zur Verfügung. Für die eigenen Forschungen unterhält das Institut Laboratorien.
Von den Aufgaben des Instituts sind hervorzuheben:
- die gesundheitliche Bewertung der biologischen und der stofflich-chemischen Sicherheit von Lebensmitteln,
- die gesundheitliche Bewertung der Sicherheit von Stoffen (Chemikalien, Pflanzenschutzmitteln und Bioziden) sowie von ausgewählten Produkten wie Lebensmittelverpackungen, Textilien, Kosmetika und Tabakerzeugnisse,
- die Risikobewertung von gentechnisch veränderten Organismen in Lebensmitteln, Futtermitteln, Pflanzen und Tieren,
- die Risikokommunikation,
- die Entwicklung und Validierung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zu Tierversuchen und
- die Methodenentwicklung und die Validierung der nationalen Referenzlaboratorien
Die Fahndung nach den möglichen Risiken reicht dabei vom Futtermittel bis zu Speisen und Getränken auf dem Tisch der Verbraucher.
Durch den Videofilm „Wissenschaft im Dienste des Menschen" sowie durch Dokumente und Berichte zur Tätigkeit des Instituts erhalten die Interessenten einen nützlichen Einblick in die Arbeit der insgesamt neun Abteilungen des Instituts. Gleichzeitig bietet die Internetseite für spezielle Erzeugnisse und Verpackungen wichtige Informationen und Rechtsvorschriften, die für den Schutz der Gesundheit der Verbraucher von Bedeutung sind. Dr. G. Grundke
www.bfr.bund.de