
„Während ihrer Ausbildung durchlaufen die jungen Menschen nicht nur verschiedene Abteilungen, sondern beschäftigen sich berufsübergreifend mit Projektarbeiten“, berichtet Ausbilderin Sabina Veltel. „Die Ideen für die verschiedenen Projekte werden gemeinsam in der Gruppe der 50 Azubis entwickelt. Die eigene Ausbildung darzustellen war ein Vorschlag, den die Azubis gleich mit Begeisterung und Engagement angegangen sind.“ So beschäftigte sich eine Gruppe aus künftigen Industriekaufleuten, Mechatronikern und Fachkräften für Lebensmitteltechnik mit dem Projekt „Ausbildungsmarketing im Internet“. Wie könnte die Homepage aussehen? Welche Inhalte sollen übermittelt werden? Was für Bildmaterial steht zur Verfügung? Alles Fragen, die sie im Rahmen ihrer Projektarbeit beantworten mussten. „Als das Konzept der Internetseite stand, ging die Arbeit erst richtig los“, sagt Giang To, Auszubildender zum Industriekaufmann und Projektgruppenmitglied. „Einmal wöchentlich setzten wir uns im Team zusammen, um beispielsweise Texte zu erstellen, mit einer Agentur über Layoutvorschläge zu sprechen, über mögliche Fotos zu diskutieren oder um uns über die Navigation Gedanken zu machen. Die Anstrengungen haben sich gelohnt. ‚Das Erfolgsrezept für die Zukunft’ ist unser Ergebnis, auf das wir sehr stolz sind.“
www.zukunft-bei-apetito.de
Berlin. Der Ausbildungsberuf zum
Fachmannfrau für Systemgastronomie wird zehn Jahre alt. Nach
jahrelangem Gang durch die Instanzen erblickte dieser Ausbildungsberuf
am 1. August 1998 das Licht der Welt. 395 junge Pioniere starteten im
Premierenjahr mit der Ausbildung, heute sind es jährlich fast 3.000 in
den unterschiedlichsten Unternehmen. Die Karrieremöglichkeiten der
System-Azubis sind besonders vielfältig und breit gefächert.
"Unsere
Azubis sind die Managementkräfte von morgen. Während ihrer Ausbildung
erwerben sie wichtige Schlüsselqualifikationen wie
Kommunikationsfähigkeit und Teamfähigkeit, aber vor allem
kaufmännisches Know-how", so Dierk Kraushaar, Stockheim-Geschäftsführer
und Jury-Vorsitzender beim Nationalen AZUBI-AWARD Systemgastronomie,
der Meisterschaft der Branche. "Die Zufriedenheit der Azubis ist enorm
hoch, ihre Übernahmechancen und Berufsaussichten sind gut."
Geboren wurde die Idee zum neuen Ausbildungsberuf aus den Reihen der
Markengastronomen heraus. Förderung und Qualifikation der Mitarbeiter
nahm bei den Unternehmen der Systemgastronomie einen hohen Stellenwert
ein, regulär ausbilden durften die meisten von ihnen aber nicht. Schon
bei der Gründung der Fachabteilung Systemgastronomie im DEHOGA waren
Aus- und Weiterbildung vorrangige Ziele, die Schaffung eines
anerkannten dualen Ausbildungsberufes stand ganz oben auf der Agenda.
Nach sieben Jahren der Überzeugungs- und Gremienarbeit verabschiedete
das Bundeswirtschaftsministerium die Ausbildungsordnung, die mit ihren
offenen Lernzielformulierungen gewährleistet, dass die Unternehmen
unabhängig von Produktpalette und Angebotsform auch tatsächlich Azubis
einstellen können. Für den neuen Ausbildungsberuf bekamen die
Wegbereiter 2002 den renommierten Hamburger Foodservice Preis,
verliehen von der Wirtschaftsfachzeitschrift food-service aus dem
Deutschen Fachverlag.
Im allerersten Ausbildungsjahr gingen 395 Azubis an den Start, ein Jahr
später waren es bereits 641. Die Ausbildung zum Fachmann oder zur
Fachfrau für Systemgastronomie boomt. "Mit jährlich zweistelligen
Steigerungsraten sind wir heute bei fast 3.000 neuen Azubis jährlich
angelangt. Über 6.000 junge Menschen befinden sich aktuell in der
Ausbildung", berichtet Kraushaar. An der Spitze der
Ausbildungsunternehmen steht mit großem Abstand McDonald's mit über
2.000 Azubis, es folgen Burger King, Cafe Extrablatt, DINEA, Marché und
Nordsee. Aber auch viele junge oder regionale Systemer wie Vapiano, Sausalitos,
oder Mongo's haben erkannt, dass eine eigene Ausbildung der beste Weg
zur Gewinnung von Nachwuchsführungskräften ist. "Aus Skeptikern sind
heute begeisterte Befürworter der anspruchsvollen, kaufmännisch
geprägten Gastro-Ausbildung geworden", freut sich Kraushaar. Zahlreiche Erfolgsgeschichten von Azubis der ersten Stunden sind live nachzulesen auf dem neuen Ausbildungsportal www.gast-star.de . Hier haben sich 22 Ausbildungsunternehmen unter dem Dach der Fachabteilung
Systemgastronomie im DEHOGA zusammengetan, um den Beruf noch bekannter
zu machen.
Der stark wachsende Markt der Systemgastronomie sucht qualifizierte Fachkräfte. Ab sofort können alle jungen Menschen, die bereits eine Ausbildung in der System-gastronomie begonnen haben oder sich für eine Karriere in diesem Segment interessieren, unter www.gast-star.de die Vorteile der Systemgastronomie entdecken und sich über Aufstiegschancen informieren.
Das Online-Portal ist primär eine Informations- und Wissensplattform. Es richtet sich an Schüler und Ausbildungssuchende, die mehr über die System-Ausbildung erfahren wollen. Systemer-Azubis und Berufseinsteigern bietet die Seite ihre virtuelle berufliche Community.

In diesem Jahr werden sieben Hotelfachleute, eine Restaurantfachfrau sowie fünf Köchinnen und Köche ausgebildet. Insgesamt arbeiten sich in den verschiedenen Berufen und Lehrjahren 31 junge Leute in die interessanten und vielseitigen Berufe in der 5-Sterne-Hotellerie ein. "Für uns ist die Ausbildung junger Menschen sehr wichtig," sagt Michael Caspar. "Leider wird es auch für so renommierte Hotels wie die Bühlerhöhe immer schwieriger, junge Menschen für einen Beruf in der Hotellerie zu begeistern. Viele schrecken vor den unregelmäßigen Arbeitszeiten und der manchmal schwierigen Arbeit zurück." Die Berufsanfänger im Schlosshotel Bühlerhöhe sind auch nach den ersten vier Wochen der Ausbildung noch begeistert. "Ich habe die ersten vier Wochen im Service verbracht. Es macht großen Spaß, obwohl es für mich manchmal immer noch ungewohnt ist, den ganzen Tag zu laufen und zu arbeiten," sagt Frau Aneta Patynska (22).
Neben der Ausbildung "direkt am Gast" fehlt es den Azubis auch nicht an zusätzlichen internen Weiterbildungen. "Wir arbeiten für jedes Lehrjahr detaillierte Schulungsprogramme aus," erklärt Brigitte Geis, Personalverantwortliche auf der Bühlerhöhe. Neben Wein-, Spirituosen- und Käseschulungen, stehen auch das korrekte Verhalten am Telefon und der richtige Umgang mit Putzmitteln auf dem Plan. "In der Gunst unserer Azubis stehen natürlich besonders Cocktailschulungen ganz weit oben - da geht es dann schon einmal sehr locker und lustig zu," schmunzelt die Personalverantwortliche.
Die 68 deutschen Hotels der Gruppe bilden seit August bzw. September 2004 insgesamt 176 neue Hotelfach- sowie fünf Hotelkaufleute aus. Zudem beginnen 38 Auszubildende im Restaurantbereich, 80 Köchinnen und Köche sowie sechs Konditoren und Floristen ihre Hotellaufbahn bei Steigenberger.
International starten zum neuen Ausbildungsjahr insgesamt 332 Berufseinsteiger in einem Betrieb der Steigenberger Gruppe. „Unsere Zukunft ist unser Nachwuchs“, bringt Vorstandssprecher Karl Anton Schattmaier die Situation auf den Punkt: „Die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter gehört zu den wichtigsten Investitionen in die firmeneigene Zukunft.“