News vom 12.11.2007 | Rubrik: Verbände | Kommentare: Bewertung:
Für viele der 200 Prädikatsweingüter Deutschlands war es die früheste Lese seit „Betriebsgedenken“. Die Trauben hatten zu diesem Zeitpunkt schon eine ungewöhnlich lange Vegetationsperiode hinter sich, die ihnen eine optimale Reife ermöglichte. Und, noch viel wichtiger, sie blieben bis zum Leseschluss gesund. Nun gären aromatische Moste in den Kellern und die Deutschlands Spitzenwinzer sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis: Spritzig frische Gutsweine, und beste Lagenweine versprechen den Weinliebhabern echte Entdeckungen und Geschmackserlebnisse. und ausdrucksstarke Moste aus den Ersten Lagen. Die Erntemenge liegt ca. 30% über dem Vorjahr jedoch nur leicht über dem langjährigen Mittel der VDP-Weingüter, die traditionell zugunsten der „Klasse“ auf „Masse“ verzichten.
Nachdem die Prädikatsweingüter 2006 mit einer extrem kleinen Ernte bei weitem nicht die Nachfrage decken konnten, liegen die Erträge in diesem Jahr 30 % höher im Vergleich zum Vorjahr und 7% höher als im langjährigen VDP-Schnitt (65 hl/ha), jedoch immer noch 30 % unter dem allgemeinen deutschen Erntedurchschnitt. Die Klassifizierung der Weine teilt sich auf in 50% Gutswein, 35% Lagenweine und 15% Weine aus Erster Lage.
Die Prädikatsweingüter werden ihr Preisniveau halten. Zarte Erhöhungen sind höchstens geplant, um gestiegene Material- und Energiekosten abzudecken. Das durchschnittliche erzielte Preisniveau in VDP-Gütern liegt aktuell bei rund neun Euro.