Der Hotelverband Deutschland (IHA) sagt für dieses Jahr eine Steigerung der Zimmerauslastung um 1,5 bis 2 Prozent und „moderat anziehende“ Preise voraus. Im europäischen Vergleich seien die Hotelpreise hier zu Lande aber immer noch deutlich unter dem Durchschnitt, sagte der IHA-Vorsitzende Fritz Dreesen am Mittwoch in Berlin. Im Trend liegen weiter Städtetourismus und Wellnessreisen. Für die Hotellerie in Deutschland war 2006 ein gutes Jahr. „Beflügelt vom einmaligen Event der Fußball-Weltmeisterschaft und einer unerwartet stark anziehenden Konjunktur bewegten sich sowohl die durchschnittliche Zimmerauslastung als auch der Durchschnittspreis eindeutig nach oben“, sagte Dreesen. Beim Zimmerertrag haben Luxushotels, Großstadthäuser und Budgetanbieter mit Zuwächsen von 14,1 Prozent, 11,9 Prozent und 12,2 Prozent die Nase vorn. Der durchschnittliche Zimmerertrag (RevPAR) erhöhte sich um 10,7 Prozent auf den – für deutsche Verhältnisse – neuen Rekordwert von 55 Euro (Vorjahr 50 Euro). „Ein Spitzenwert, der auf dem Hotelmarkt in Deutschland in den letzten zehn Jahren nicht realisiert werden konnte, nicht einmal im EXPOJahr 2000“, kommentierte der Vorsitzende. „Besonders erfreulich ist, dass noch einmal deutlich mehr ausländische Gäste zu uns gekommen sind“. Deren Übernachtungszahl legte um 10,1 Prozent zu auf 42,8 Millionen, die Übernachtungszahl inländischer Gäste stieg um 2,2 Prozent auf 165,3 Millionen. „Die Branche hofft nun, aus den Sommer- und Wintermärchen im vergangenen Jahr Ganzjahreserfolge zu machen“, sagte Dreesen.