Blickt man zudem ins europaeische Ausland, offenbart sich dem Feinschmecker ebenfalls eine große Vielfalt an landestypischen Originalen - franzoesischer Roquefort, italienischer Parma-Schinken und griechische Kalamata-Oliven sind bekannte Beispiele. Um diese Produkte vor Nachahmung zu schuetzen und eine damit einhergehende Irrefuehrung von Verbrauchern zu vermeiden, hat die EU drei Schutzbezeichnungen eingefuehrt: geschuetzte Ursprungsbezeichnung, geschuetzte geografische Angabe und garantiert traditionelle Spezialiaet. Europaweit genießen ueber 700 Lebensmittel den EU-Schutz – darunter 36 deutsche Produkte.
Ein Beispiel ist Schwaebisch-Haellisches Qualitaetsschweinefleisch. Das Schwaebisch Haellische Landschwein – aufgrund seines schwarzen Kopfes auch liebevoll "Mohrenkoepfle" genannt – ist ein wahrhaft koenigliches Rasse-Tier. Bereits im Jahr 1820 ließ König Wilhelm I. von
Wuerttemberg chinesische Maskenschweine mit der heimischen Landrasse kreuzen. Das Ergebnis war eine genuegsame, vitale und aeußerst fruchtbare Schweinerasse. Dank seiner viel geruehmten Qualitaet machte sich das Fleisch weit ueber die Grenzen Baden-Wuerttembergs hinaus einen Namen.
Auch Nuernberger und Thueringer Rostbratwuerste reihen sich in die Liste der EU-weit geschuetzten Produktbezeichnungen ein. Die bekannten Wuerste sind ebenfalls traditionelle Wahrzeichen ihrer Regionen.
Weitere Informationen zum EU-Schutz gibt es unter www.geo-schutz.de .