Mit taeglich 13 g Fisch und Krustentieren nehmen Frauen und mit 15 g Maenner im Mittel nur etwa die Haelfte der empfohlenen Wochenmenge von 200 g Fisch zu sich. Bei Jugendlichen liegt der Konsum mit 5 g (junge Frauen) bzw. 6 g (junge Männer) sogar sehr weit darunter. Auch wenn in der vorlaeufigen NVS II-Auswertung keine Unterscheidung zwischen den Fischsorten getroffen wird und Krustentiere sogar schon einbezogen sind, laesst sich daraus eine wesentlich zu niedrige Aufnahme an Omega-3-Fettsaeuren ablesen.
Im Durchschnitt essen 16 % der Bevoelkerung weder Fisch noch Fischgerichte, bei den Jugendlichen sind es sogar 35 % bei den jungen Frauen und 32 % bei den maennlichen Jugendlichen. Der Anteil der Fischverweigerer nimmt mit zunehmendem Alter ab und liegt bei aelteren Frauen bei 9 % und bei Maennern bei 7 %. Fachgesellschaften in aller Welt sowie Wissenschaftler empfehlen, woechentlich mindestens zwei Portionen Fisch (200 g pro Woche, d. h. ca. 30 g taeglich) zu essen, um die Versorgung mit langkettigen, mehrfach ungesaettigten Omega-3-Fettsaeuren sicher zu stellen. Sie schuetzen bekanntlich das Herz-Kreislauf-System, wirken entzuendungshemmend, tragen massgeblich zur Entwicklung des Gehirns und der Sehfaehigkeit bei, foerdern die geistige Leistungsfaehigkeit und senken das Risiko fuer Demenzerkrankungen und Alzheimer deutlich.