Schwerpunkte des Symposiums sind zum einen Strategien für eine erfolgreiche Kommunikation zu Lebensmittelrisiken in den von modernen Kommunikations- und Informationsmedien geprägten fortgeschrittenen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaften. Diskutiert wird dabei insbesondere auch inwiefern die neuen, dialogorientierten sozialen Medien wie Facebook, Twitter und andere innerhalb der Kommunikationsstrategie von Behörden eingesetzt werden können und welche Herausforderung sie für diese darstellen. Dabei geht es auch darum, ob und inwieweit die Kluft zwischen öffentlicher oder veröffentlichter Wahrnehmung von möglichen Gesundheitsrisiken bei Lebensmitteln auf der einen Seite und der wissenschaftlichen Bewertung dieser Risiken hinsichtlich einer potentiellen Gesundheitsgefährdung auf der anderen Seite geschlossen werden kann. Möglichkeiten der bilateralen Kooperation zwischen BfR und KFDA werden dabei ebenfalls erörtert.
Ein weiteres Thema auf dem Symposium ist die Frage, wie Erkenntnisse der wissenschaftlichen Risikobewertung kommuniziert und in Maßnahmen des Risikomanagements sowohl auf nationaler als auch auf der Europäischen bzw. globaler Ebene umgesetzt werden. Zur Debatte stehen hier die Verfahrensweisen, die in den unterschiedlichen administrativen Voraussetzungen wie zentralstaatlicher Organisation auf der einen Seite oder föderativer Organisation (Strukturen) mit Trennung von Risikobewertung und Risikomanagement auf der anderen Seite zum tragen kommen.
Als dritter Punkt stehen die Herausforderungen auf der Tagesordnung, die neue und immer feinere Methoden der lebensmittelchemischen Analytik und des Nachweises von pathogenen Erregern in und auf Lebensmitteln an die Risikobewertung und das Risikomanagement vor dem Hintergrund globalen Lebensmittelverkehrs stellen. Ebenfalls diskutiert werden Verfahren zum Nachweis der Herkunft von Lebensmitteln, die auf molekularbiologischen oder chemisch-analytischen Methoden beruhen.