Bremerhaven. Hochwertige, keimfreie und ökologisch einwandfreie Produkte herzustellen - das ist für Lebensmittelproduzenten und deren Zulieferer eine große Herausforderung. Die Desinfektion von Oberflächen und Lebensmitteln mit dem reaktionsfreudigen Ozon stellt in diesem Zusammenhang einen interessanten Weg zur umweltschonenden Qualitätssicherung dar. Der vom ttz Bremerhaven initiierte Workshop „Einsatz von Ozon zur Desinfektion in der Lebensmittelindustrie" zeigt am 27. Oktober 2011 in Bremerhaven Wege auf, wie das Molekül nutzbar und eine optimale Produktqualität erreicht werden kann. Von 9:30 Uhr bis 16:00 Uhr wird über innovative Verfahren und Erfahrungen beim Einsatz von Ozon als Desinfektionsmittel diskutiert.
Aufgrund seiner starken Desinfektionswirkung ist Ozon, eine Erscheinungsform von Sauerstoff, bei korrekter Anwendung für eine schadstofffreie Desinfektion von Oberflächen und Lebensmitteln prädestiniert. Bei Kontakt mit Mikroorganismen oxidiert Ozon die Zellmembran von Bakterien, Viren, Pilzen, Sporen und Einzellern und leitet damit ihre Zerstörung ein. Als Reaktionsprodukt bleibt lediglich Sauerstoff zurück. Im Gegensatz zu umweltschädlichen Chemikalien, die üblicherweise in der Industrie eingesetzt werden, bleiben vom Ozon keine gefährlichen Rückstände an den Maschinen oder den Lebensmittelprodukten zurück.
Darüber hinaus bestehen weitere Vorteile: Weil bei der Desinfektion mit Ozon keine Rückstände bleiben, wird das Nachspülen der zu desinfizierenden Fläche mit Klarwasser, was bei herkömmlichen Desinfektionsverfahren nötig ist, überflüssig. So werden Wasser und Kosten gespart und darüber hinaus die Umwelt entlastet. Daher ist die Desinfektion mit Ozon in der Lebensmittel-Branche zukunftsweisend. Das ttz Bremerhaven möchte mit der Tagung die Entwicklung Ozon-basierter Desinfektionsverfahren fördern.
Quelle: ttz