News vom 22.08.2003 | Rubrik: Management | Kommentare: Bewertung:
In den letzten beiden Ausgaben des GVmanager (Mai und Juni 2003) wurden die ersten Ergebnisse der Umfrage zu Aktionen präsentiert, die von November 2002 bis Januar 2003 bundesweit durchgeführt wurden. Die große Resonanz sprach für das Interesse an diesem Thema, denn 615 Entscheidungs- träger aus Großküchen von Betriebsrestaurants (41,3 Prozent), Krankenhaus- bzw. Anstaltsbetrieben (50,8 Prozent) sowie Bildungsstätten, Gaststätten, Restaurants etc. (7,9 Prozent) nahmen daran teil. Bei alleine 96,4 Prozent der befragten Entscheidungsträgern stehen mindestens 1x im Jahr Aktionsgerichte auf der Speisekarte.
Aktionen bieten ein großes Potenzial, zur Imagepflege. Zudem sind sie eine geeignete Maßnahme, um durch ein besonderes Angebot mehr Gäste anzulocken, und so ein lukratives Zusatzgeschäft zu erzielen. Und so ist es nicht verwunderlich, dass 43,8 Prozent der befragten Entscheidungsträger mehr Aktionen als im Vorjahr veranstalteten. Angekündigt werden sie in den meisten Fällen auf dem Speiseplan, über gesonderte Handzettel oder auch über das Intranet. Ist das Interesse des Gastes dann geweckt, wird es am häufigsten durch Plakate, Tischsets und Dekorationen zum Thema aufrechterhalten.
Unterstützende Partner
57,7 Prozent arbeiten dabei mit einem GV-Großhandel zusammen und beziehen von ihm ihre Aktionsmaterialien, wie Plakate, Tischsets, Dekorationen, Rezepte und die Waren. 46,7 Prozent organisieren ihre Aktionen in Eigenregie und erstellen dabei auch ihr Dekorations- und Informationsmaterial selbst. 45,6 Prozent arbeiten direkt mit dem Hersteller Hand in Hand. Der CMA oder ähnlichen Organisationen vertrauen sich 40 Prozent der Befragten bei der Planung und Organisation von Aktionen an. Immerhin 19,9 Prozent kooperieren bei Themenwochen mit Industrieunternehmen und beziehen von diesen ihre Werbematerialien.
Auf die Frage hin, welche Unterstützung dem Küchenleiter durch den Partner am wichtigsten ist, antworteten 73,9 Prozent, dass sie vor allen Dingen die Bereitstellung von Informations- und Dekorationsmaterialien schätzen. Aber auch geeignete Rezepte und Aktionsgerichte sind für 65 Prozent eine gern gesehene Hilfestellung. Dagegen schätzen nur 16,5 Prozent externe Beratung und Aktionsideen.
Aktivieren und motivieren
Um die Tischgäste aktiv in die Aktionen einzubeziehen, führen 65,2 Prozent direkte und persönliche Befragungen durch, um so ein schnelles Feedback über den Erfolg oder Misserfolg einer Aktion zu erhalten. 34,2 Prozent motivieren ihre Kunden zur Teilnahme durch Gewinnspiele und 22,4 Prozent teilen unter den Gästen Fragebögen aus.
Da aber nicht nur die Gäste motiviert werden müssen, sondern allen voran auch die eigenen Mitarbeiter halten es 67,5 Prozent der Befragten für notwendig, im Vorfeld der Aktion eine intensive Ablaufbesprechung mit dem Personal durchzuführen. 29,2 Prozent überraschen ihre Mitarbeiter als Dank für die Mühen mit kleinen Aufmerksamkeiten. In 2,8 Prozent der Verpflegungsbetrieben, belohnen die Entscheidungsträger das Engagement ihrer Angestellten mit Erfolgsprämien.
Erfolg oder Misserfolg
Bei der Frage, ob eine Aktion erfolgreich verlaufen ist, verlassen sich 68,3 Prozent auf ihren persönlichen Eindruck. 60,5 Prozent ermitteln dies anhand ihrer ausgegebenen Essenszahlen. In 47,5 Prozent der Betriebe werden die Tischgäste direkt befragt. Tatsächlich führen 16,5 Prozent eine Kalkulationskontrolle durch.
Von diesen Ergebnissen machen über die Hälfte (63,1 Prozent) der Entscheidungsträger die Planung weiterer Aktionen abhängig. 53,3 Prozent nehmen bei einem positiven Verlauf der Aktion das beliebteste Gericht in den festen Speiseplan mit auf.