Madrid. Wie schmeckt koreanische Küche? Was sind Kimbaps, oder was ist Bimbaps, bzw. was ist Kimchi - koreanische Spezialitäten sind im Ausland noch nicht so bekannt wie etwa japanisches Sushi oder thailändisches Curry. Als Gastland anlässlich der diesjährigen Madrid Fusion präsentierte Südkorea die Vielfalt der heimischen Küche und die Philosophie seiner Kulinark. Das Land, das durch seine Vorliebe zum Kohl bekannt ist hat einiges zu bieten. Die landestypische Küche ist stark gewürzt und für den ausländischen Gaumen ungewohnt. Nationalgericht Koreas ist Kimchi*, ein überwiegend scharf eingelegtes Gemüse. Damit es auch anderen Nationen schmeckt, passen junge koreanische Köche traditionelle Speisen dem westlichen Gaumen an. Auch lassen sich immer mehr koreanische Köche im Ausland ausbilden. Nicht nur die Spitzengastronomie soll exportiert werden, mit der 2010 vom Landwirtschaftsministerium in Seoul gegründeten "Korean Food Foundation" hat man Pläne, die Welt zu erobern. Ein "Korean Restaurant Guide" mit dem Titel "The Taste of Korea", zeigt fast alle Koreanischen Restaurants in der Welt auf. In Madrid wurde er für die Länder Deutschland, Spanien, Italien und Griechenland vorgestellt. "Man will", so Minister Suh Kyu Yong anläßlich der Eröffnungsgala im alten Kasino von Madrid, "mit den verschiedensten Aktionen den internationalen Markt erobern." Und R. Bruce Lee, Küchendirektor des Lotte Hotel Seoul, brachte es auf den Punkt: "Für koreanisches Essen solle man sich Zeit nehmen, um die Küche wirklich zu erleben. Fermentierte Nahrungsmittel wie Kimchi oder Sojabohnenpaste unterstützen die Verdauung und helfen, Krebs und anderen Krankheiten vorzubeugen."
*Kimchi: Fermentiertes Gemüse aus Chinakohl und Rettich, rotem Pfeffer, Knoblauch und Fischsoße in Salz eingelegt. Kimchi war früher ein wichtiger Vitamin- und Mineralstofflieferant für den Winter. In Korea wird kaum ein Essen ohne Kimchi serviert.
mp, RbB