Alaaf und Helau! Die Karnevalszeit erreicht ihren Höhepunkt. Millionen Menschen zieht es verkleidet auf die Straße zu den Rosenmontagsumzügen. Die Prunksitzungen der Karnevalisten holt man sich per Fernseher in das Wohnzimmer – oder aber nette Gäste für eine bunte Party. Es sind die Tage des intensiven Feierns und Schlemmens. Dazu gehören Berliner, Pfannkuchen oder Krapfen von Ihrem Bäcker, denn zu Karneval wird traditionell Schmalzgebäck gegessen.
DIE FÜNFTE JAHRESZEIT
Frühling, Sommer, Herbst, Winter und … Karneval! Jedes Jahr wird im Rheinland die „fünfte Jahreszeit“ am 11.11. um 11 Uhr 11 feierlich eingeläutet. Richtig los geht das bunte Treiben jedoch erst zu Altweiberfastnacht,
am Donnerstag vor den „drei tollen Tagen“. Und auch in kulinarischer Hinsicht beginnt dann der Karneval. Schmalzgebäck von Ihrem Bäcker hat jetzt Hochsaison. Allen voran Berliner & Co.
SCHLEMMEN VOR DEM FASTEN
Karneval, Fasching, Fastnacht – so unterschiedlich die Namen auch sind, gemeint ist ursprünglich der letzte Tag vor der Fastenzeit, also der Tag vor Aschermittwoch. „Karneval“ ist vom italienischen „Carnelevale“, das bedeutet Fleischwegnahme, abgeleitet. Fasching, die bayrisch-österreichische Bezeichnung, und Fastnacht weisen auf das Fasten hin. Ein Tag und eine Nacht, die schon im Mittelalter für ein üppiges Gelage genutzt wurde. Später dehnten die Feier freudigen Menschen die Festivität auf eine Woche aus, die dann auf die „drei tollen Tage“ wieder verkürzt wurde. Die Fastenzeit von Aschermittwoch bis Ostern unterlag im Mittelalter strengen Regeln. Nicht nur auf Fleisch mussten die Gläubigen für sechs Wochen verzichten, sondern auch auf tierische Produkte wie Milch, Butter, Käse, Schmalz, Fett und Eier. Also wurde vorher noch einmal so richtig geschlemmt.
Die Legenden um die Entstehung des Berliners sind so zahlreich wie die Namen, die er je nach Region trägt: „Krapfen“, „Fasnachtkiechelcher“, „Kräppel“, „Funkenküchlein“, „Nonnenpfoten“, „Küchli“ oder auch „Liwanzen“. Am weitesten verbreitet und allerorts bekannt ist dieses Gebäckstück als „Berliner“. Nur die Berliner bestehen darauf, dass man ihn „Pfannkuchen“ nennt.
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